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Stadt Wolfsburg Mann aus Misburg soll Terroranschlag geplant haben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mann aus Misburg soll Terroranschlag geplant haben
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14:40 11.12.2015
Von Tobias Morchner
Das Einfamilienhaus in Misburg wurde im Auftrag der Bundesanwaltschaft durchsucht. Quelle: Morchner
Hannover

Die zum großen Teil vermummten Beamten fuhren am Donnerstag gegen 6 Uhr mit vier Bullis vor dem Einfamilienhaus in der Kanalstraße vor. Drei Stunden lang durchsuchten die Polizisten im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft die an eine Frau und deren Sohn vermietete Wohnung. "Die haben den Jungen mitgenommen. Nach zwei Stunden war er wieder da", sagt ein Nachbar der HAZ. "Der Beschuldigte ist verdächtigt, gemeinsam mit weiteren, nicht näher bekannten Personen einen Anschlag auf das Fußballländerspiel am 17. November 2015 in Hannover geplant zu haben", teilt die Bundesanwaltschaft auf Anfrage der HAZ mit.

Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe vom vergangenen Sonnabend berichtet, war der 19-jährige Schüler gelegentlich als Ordner im Stadion in Hannover tätig. Am Abend des Länderspiels soll er in der Arena gewesen sein, obwohl er nicht im Dienstplan stand. Nach Angaben des Magazins soll seine Lehrerin gesagt haben, der junge Mann habe geplant, nach Syrien auszureisen.

Das Magazin berichtet zudem in seiner Onlineausgabe, Ermittler seien im Internet auf ein Video gestoßen, dass der 19-Jährige am Abend des abgesagten Länderspiels im Stadion mit seinem Handy gefilmt habe. Der etwa zehn Sekunden lange Clip zeige einen jungen Mann in der Ordnerweste des Deutschen Fußball-Bundes, der im bereits geräumten Stadion mehrere Sätze spricht, darunter Wortfetzen wie „pray for Rakka“ (Bete für Rakka) und „al-Daula al-Islamija“, berichtet das Nachrichtenmagazin. Bei Letzterem handelt es sich um die arabische Selbstbezeichnung des „Islamischen Staates“Rakka ist dessen Hochburg in Syrien.

Am Abend des 17. November waren bei den deutschen Sicherheitsbehörden konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag auf das Länderspiel eingegangen. Vier Männer und eine Frau planten demnach, drei Sprengsätze im Stadion zu zünden. Ein weiterer sollte an einer Bushaltestelle detonieren. Eine fünfte Bombe sollte zeitversetzt an einem Bahnhof explodieren. Die Sprengsätze sollten mit Fahrzeugen, die eine Zugangsberechtigung für das Stadion hatten, beispielsweise die Wagen des Sicherheitspersonals, die Rettungswagen oder die Fahrzeuge der Catering-Firma, in die Arena gebracht werden. Die Anschläge sollten von dem Anführer der Gruppe, der einen deutschen Pass besitzen soll, im Stadion gefilmt werden.

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