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Hat Angeklagter die eigene Stieftochter (14) missbraucht?

Amtsgericht Hat Angeklagter die eigene Stieftochter (14) missbraucht?

Die Vorwürfe in der Anklageschrift sind heftig: Ein Wolfsburger (33) soll seine damals 14-jährige Stieftochter sexuell missbraucht haben. Ein Sachverständiger konnte am ersten Prozesstag vor dem Amtsgericht keine Klarheit bringen. Jetzt werden viele Zeugen anzuhören sein.

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Sexueller Missbrauch: Am Amtsgericht muss sich ein 33-Jähriger verantworten, dem vorgeworfen wird, sich an der eigenen Stieftochter vergangen zu haben.

Quelle: ddp (Archiv)

Wolfsburg. Nach dem ersten Verhandlungstag blieben mehr Fragen als Antworten. Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts muss sich ein 33-Jähriger verantworten, der seine damals 14-jährige Stieftochter sexuell missbraucht haben soll. Der Angeklagte streitet die Tat energisch ab, auch ein Sachverständiger des LKA konnte nach Analyse von DNA-Spuren keine wirkliche Klarheit ins Bild bringen. Nun wird der Prozess im neuen Jahr fortgesetzt – mit bis zu zwei Dutzend Zeugen.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann im Oktober 2016 in der gemeinsamen Wohnung auf dem Wohnzimmersofa gemeinsam mit der Stieftochter geschlafen haben. Bei dieser Gelegenheit habe er das Mädchen zunächst an Brust und Scheide berührt, habe anschließend seinen erigierten Penis bis zum Samenerguss an der Scheide des Mädchens gerieben. Alles gelogen, behauptet hingegen der Angeklagte. Tatsächlich habe das Mädchen ihm, während er schlief, in die Hose gegriffen, es sei dabei zum Erguss gekommen – Samenanhaftungen, die Abstriche bei dem Mädchen ergeben hatten, müsse sie sich selbst mit den Fingern beigebracht haben.

Ein Sachverständiger (65) des Landeskriminalamts hielt dem Gericht einen ausführlichen Vortrag über mikroskopische und molekularbiologische Untersuchungsmöglichkeiten, ohne viel Konkretes auszusagen. Ja, Anhaftungen seien festgestellt worden, für die der Angeklagte aufgrund einer übereinstimmenden Stammlinie als Urheber nicht auszuschließen sei. Nein, wie sie dort tatsächlich hingekommen sind, könne er nicht mit Sicherheit sagen – theoretisch könne sie das Mädchen auch mit den eigenen Fingern verteilt haben.

Nun müssen viele Zeugen vernommen werden. Das vermeintliche Opfer selbst, eine Freundin, der sie sich anvertraut haben soll, eine Lehrerin, weitere Freundinnen, Bekannte. Der Prozess wird im neuen Jahr fortgesetzt, vermutlich sind noch mehrere Termine erforderlich.

Von Ulrich Franke

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