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Handy-Gauner räumten komplettes Konto leer

Riesen-Schreck für 50-jährigen Vorsfelder Handy-Gauner räumten komplettes Konto leer

Ganz plötzlich war das Konto leer! Thomas Schreinert (50) aus Vorsfelde erschrak sehr, als er Ende März auf seinen Kontoauszug guckte und sah, dass ihm Unbekannte Tausende Euro abgeluchst hatten. Dabei scheint der Weg über sein Handy geführt zu haben.

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Die Belege zeigen es: Ein unbekannter buchte per Lastschriften mehr als 5000 Euro von Thomas Schreinerts Konto ab.

Quelle: Boris Baschin

Vorsfelde. Immerhin: Jetzt ist ein Großteil des Geldes wieder da. „Aber das war ein richtiger Schock“, sagt Thomas Schreinert. Der mutmaßliche Weg zur Kontoplünderung führte allem Anschein nach über das Smartphone des 50-Jährigen. Sein Mobilfunkanbieter Vodafone teilte dem Vorsfelder auf Nachfrage mit, dass man ihm kürzlich auf eigenen Wunsch eine zweite SIM-Karte zugeschickt habe. Kleiner Haken: „Weder habe ich eine SIM-Karte bestellt, noch erhalten.“ Offenbar hat der Gauner das Ganze in die Wege geleitet und so - wie auch immer - Zugang zu Schreinerts Smartphone erlangt. Sein Online-Banking betreibt der 50-Jährige zwar nicht über Handy, er lässt sich aber die für Überweisungen wichtigen Transaktionsnummer (TAN) darauf schicken. Möglich, dass der Gauner auf diesem Wege das Volksbank-Konto des Vorsfelders knacken konnte.

Am 23. März passierte es: Am frühen Nachmittag, das beweist der Kontoauszug, hat der Unbekannte Lastschriften, die Schreinert getätigt hatte, storniert. Das Geld, insgesamt 5276,20 Euro, überwies er auf ein eigenes Konto bei einer Bank in München. Für Schreinert ein doppelter Schaden: Sein Geld war weg und die Rechnungen musste er ein zweites Mal bezahlen.

Er setzte Himmel und Hölle in Bewegung, kontaktierte Vodafone, Volksbank und nicht zuletzt die Polizei. Seine eigene Bank rief bei den Kollegen in München an - mit Erfolg: Am Freitag buchte die andere Bank nach und nach einen Großteil des überwiesenen Geldes zurück, 710 Euro, 1022 Euro, 1015 Euro... Trotzdem will Thomas Schreinert andere warnen: „Ich werde mir keine TAN mehr aufs Smartphone schicken lassen und nur noch einen TAN-Generator benutzen.“ Solche Geräte zeigen, ohne Smartphone, pro Online-Transaktion genau eine Nummer an.

Derweil appelliert Polizeisprecher Sven-Marco Claus an alle, die ihr Handy fürs Online-Banking benutzen. „Smartphones sind kleine Computer, die genauso durch Programme geschützt werden sollten wie ein echter Rechner“, so Claus. „Wir raten jedem, sein Handy bestmöglich zu schützen.“

Sicherheitshinweise der Volksbank unter

www.volksbank-brawo.de/homepage/konten_und_karten/sicherheit/phishing-trojaner.html.

kn

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