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Haftbefehl gegen Ayub B. erlassen

Wolfsburg Haftbefehl gegen Ayub B. erlassen

Der Bundesgerichtshof hat gestern Haftbefehl gegen den 26-jährigen Ayub B. erlassen. Der Deutsch-Tunesier aus Wolfsburg muss wegen Terrorverdachts in U-Haft.

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Ab sofort in U-Haft: Ayub B. aus Wolfsburg (kl. BIld.) wurde am Donnerstagabend in einem Haus in Reislingen verhaftet, gestern wurde er zum Bundesgerichtshof gebracht, dort erließ ein Richter Haftbefehl.

Der 26-Jährige hatte sich den Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und war am Donnerstagabend nach längeren Ermittlungen in seinem Elternhaus in Reislingen-Südwest verhaftet worden (WAZ berichtete). Laut Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat der Wolfsburger während eines knapp dreimonatigen Aufenthalts in Syrien eine Kampfausbildung durchlaufen und Tote und Verletzte vom Schlachtfeld geborgen. Außerdem soll er weitere Kämpfer für den Islamischen Staat angeworben haben. Anhaltspunkte für geplante Anschläge in Deutschland gab es aber nicht, betonte die Bundesanwaltschaft.

Ayub B., der früher mehrfach wegen schwerer Gewaltdelikte verurteilt worden war, gehört zu einem größeren Salafistenkreis in dieser Region; derzeit sollen rund 15 Wolfsburger für den IS in Syrien oder Irak kämpfen; fünf Wolfsburger sollen bereits ihr Leben gelassen haben. Mittlerweile laufen gegen zwölf IS-Kämpfer aus dem Raum Wolfsburg Ermittlungsverfahren.

Das Landeskriminalamt wies gestern Vermutungen, auch der Medien-Rummel habe am Donnerstag zur Festnahme von Ayub B. geführt, weit von sich. „Es gibt administrative Zwänge“, sagte ein Sprecher. Die Berichterstattung und die sowieso geplante Maßnahme hätten sich nur zufällig überschnitten. Und: Als „Kopf“ der Gruppierung in Wolfsburg, die schon seit langem überwacht werde, sei Ayub B. keinesfalls zu bezeichnen, betonte der Sprecher des LKA.

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Wolfsburger kämpfen in Syrien und im Irak für IS-Truppen – das ist seit November bekannt, nachdem ein 25-jähriger Ex-Kämpfer aus der Heinrich-Heine-Straße verhaftet wurde. Insgesamt soll es rund 15 Wolfsburger geben, die für den Islamischen Staat kämpfen – nach Informationen der WAZ sollen bereits fünf von ihnen ihr Leben gelassen haben.

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