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„Hätte ich nicht geschossen, wäre mein Bruder tot“

Wolfsburg „Hätte ich nicht geschossen, wäre mein Bruder tot“

Im Prozess um die tödlichen Schüsse im Asylbewerberheim Fallersleben hielten gestern die Anwältin der Nebenklägerin und die beiden Verteidiger ihre Plädoyers. Grundsätzlich schlossen sich alle dem Oberstaatsanwalt an. Er hatte anderthalb Jahre auf Bewährung für den Hauptangeklagten gefordert.

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Nach den Schüssen im Asylbewerberheim: Beide Angeklagte zeigten gestern im Landgericht Reue.

Quelle: Hensel / Archiv

Die Vertreterin der Nebenklage, der Frau, die mit dem Opfer ein inzwischen einjähriges Kind hat, warf den Angeklagten vor allem eines vor: dass sie keine Reue zeigen. Das sei nicht der Fall, betonten die beiden Brüder: Dieser Tag werde sie ihr ganzes weiteres Leben verfolgen. „Wir sind nicht in das Asylbewerberheim gegangen, damit dort ein Mensch sein Leben lassen muss“, betonte der 35-Jährige, auf den offenbar das Opfer zuvor mit einer Axt losgegangen war. Deshalb betonte auch der Haupttäter (26): „Wenn ich nicht geschossen hätte, wäre mein Bruder jetzt tot!“

Ihre Verteidiger schlossen sich der Forderung des Staatsanwalts an: anderthalb Jahre auf Bewährung für den Haupttäter für den Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz durch seine Maschinenpisiole und 80 oder 90 Tagessätze à 20 Euro für den Bruder, der für 50 Euro Drogen gekauft hatte. Das Urteil fällt am 16. Juni.

kau

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Wolfsburg / Braunschweig
Tod im Asylbewerberheim: Die beiden Angeklagten kamen mit Bewährungsstrafen davon.

Freispruch im entscheidenden Punkt - so endete gestern vor dem Landgericht der Prozess um den tödlichen Schuss im Asylbewerberheim Fallersleben. Vom Vorwurf des Totschlags wurde der Schütze (26) freigesprochen, wegen Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz aber zu eineinhalb Jahren mit Bewährung verurteilt. Sein Bruder (35) erhielt vier Monate mit Bewährung wegen Drogenhandels.

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