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Guthardt geht: Der Blick zurück

WAZ-Interview Guthardt geht: Der Blick zurück

1987 kam Dr. Wolfgang Guthardt als Kulturdezernent nach Wolfsburg. Er brachte viele Projekte auf den Weg – eins seiner größten Projekte war das Phaeno. Er entwickelte nicht nur das Konzept mit und sorgte für die Umsetzung des schwierigen Baus von Architektin Zaha Hadid, sondern war auch der erste Direktor des Wissenschaftsmuseums. Jetzt geht Dr. Guthardt in den vorzeitigen Ruhestand, heute wird er offiziell verabschiedet. Die WAZ sprach mit ihm.

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WAZ: 25 Jahre waren Sie für Wolfsburgs Kultur zuständig, acht Jahre davon als Chef des Phaeno. Nun gehen Sie in den Ruhestand. Ein Abschied mit Wehmut?

Guthardt: Das berühmte lachende und weinende Auge ist vorhanden. Aber ich habe mir den Zeitpunkt meines Ruhestandes ja selbst ausgesucht.

WAZ: Sie haben das Phaeno von Anfang an mitbegleitet.

Guthardt: Ich saß 1998 in der Dezernentenrunde, als wir nach Ideen Ausschau hielten, wie die Stadt den Nordkopf attraktiver gestalten könnten.

WAZ: Da kam die Idee eines Science-Centers auf - und für Sie begannen arbeitsreiche Jahre mit vielen Problemen wie enormen Mehrkosten und Baupfusch. Welches Problem war das größte?

Guthardt: Die erste Mehrkostenvorlage 2003.

WAZ: Dachten sie damals, dass sei das Aus?

Guthardt: Ehrlich gesagt, dachten wir öfter, dass wir am Ende sind. Es waren nicht nur die Mehrkosten, die uns Probleme bereiteten, sondern auch die komplizierten architektonischen Formen, die zu bauen waren.

WAZ: Auf die die Architektin Zaha Hadid aber bestand - die Arbeit mit ihr war nicht einfach.

Guthardt: Sie war sehr darauf festgelegt auf das, was sie für richtig erachtete. Das habe ich an ihr auch geschätzt, aber das machte die Arbeit nicht einfach.

WAZ: Das alles war am Eröffnungsabend jedoch vergessen.

Guthardt: Die Eröffnung ging wirklich zu Herzen. Ich stand neben Zaha Hadid und sah, wie ihr Tränen über die Wangen liefen. Sie, aber auch wir waren sehr gerührt. Eine schwere Phase war erfolgreich beendet.

WAZ: Sie wurden auch Direktor des Phaeno und legten mit ihren Mitarbeitern einen Superstart hin.

Guthardt: Es war ein Senkrechtstart, das Phaeno war ein Riesenerfolg und ist es bis jetzt geblieben. Es hat keinerlei Ermüdungserscheinungen.

WAZ: Haben Sie eine Lieblings-Sonderausstellung?

Guthardt: Die ‚Phantasie-Mechanik‘ gefiel mir gut, aber auch die ‚Spürsinn-Schau‘ fand ich sehr spannend.

WAZ: Gibt es bei den Exponaten auch ein Lieblingsstück?

Guthardt: Die Kleinsche Flasche, bei der die Oberfläche ins Innere übergeht und umgekehrt. Selbst durchgekrochen bin ich aber nicht.

WAZ: Auch als Kulturdezernent haben Sie viele erfolgreiche Projekte auf den Weg gebracht...

Guthardt: Auch das Badeland gehörte zu meinem Aufgabengebiet...

WAZ: ...das Ihnen ebenfalls viele Kopfschmerzen bereitet hat.

Guthardt: Es war nicht einfach, umso mehr freue ich mich, dass es so erfolgreich läuft. Meine erste Spielwiese, als ich nach Wolfsburg kam, war aber das Schloss. Das Schloss zu beleben, war eine meiner ersten Aufgaben. Und das ist gelungen.

syt

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