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Stadt Wolfsburg „Grün in der Stadt“: Bürger gingen auf Exkursion
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Grün in der Stadt“: Bürger gingen auf Exkursion
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10:00 28.10.2017
Carl-Hahn-Schule: Die Teilnehmer der Exkursion machten sich ein Bild vom Umbau der ehemaligen BBS 1.  Quelle: Burkhard Heuer
Wolfsburg

 
 

Die Tour steuerte Wohnungsbauvorhaben im Wellekamp, dann Besonderheiten der im Bau befindlichen ehemaligen BBS 1 – jetzt Carl-Hahn-Schule – Maßnahmen im Handwerkerviertel, die Poststraße und schließlich den Robert-Koch-Platz an. Die Teilnehmer mussten gut zu Fuß sein. Immerhin mehr als drei Kilometer waren zu absolvieren.

Alles neu in der Poststraße: Auch das Handwerkerviertel war eine Station des rund drei Kilometer langen Spaziergangs mit der Stadtverwaltung. Quelle: Burkhard Heuer

Der Stadtbaurat selbst und Ariane Röntz, Berlinerin mit Professur für Landschaftsarchitektur an der Universität Kassel, sorgten allerdings dafür, dass die Kilometer fast im Fluge vergingen. Unterstützt wurden sie dabei von Ralph Hartmann, Abteilungsleiter zuständig für Grün- und Freiraumplanung im Geschäftsbereich Grün. Als eine Art Paradebeispiel, wie sorgfältig die Stadt mit vorhandenen Bäume umgeht, präsentierte man die anlaufenden Wohnbaumaßnahmen der Volkswagen Immobilien (VWI) im Wellekamp. Stadtbaurat Hirschheide betonte, dass hier die bestehenden Bäume Vorrang haben. Die Wohnbauten der VWI würden quasi um die verbleibenden Rotbuchen und Eichen herumgebaut. Da staunte als Gast selbst der Chef der Wolfsburger Stadtforst, Dirk Schäfer. „Ich lebe nun schon einige Jahre in der Stadt, aber dieses schöne Areal war mir bislang unbekannt.“

Der Erhalt der Bäume mit den mächtigen Kronen freute zudem einen Zuhörer ganz besonders: Herbert Franke – jetzt wohnhaft in Vorsfelde – ist nicht nur einen Steinwurf entfernt vom neuen Baugebiet im Wellekamp aufgewachsen, er hat die Bäume mitwachsen sehen. „Als Kinder haben wir hier nach Herzenslust getobt.“ Natürlich brauche die Stadt Wohnraum, aber der müsse gerade an dieser Stelle behutsam und angepasst an die Umgebung entstehen, so Franke.

Einige hundert Meter weiter konnten sich die Exkursionsteilnehmer davon überzeugen, dass nicht nur alter Baumbestand erhalten, sondern neuer geschaffen wird. Ariane Röntz und Ralph Hartmann präsentierten mit sichtlichem Stolz Neuanpflanzungen von Linden in der Kleiststraße. Hier wurden der Mittelstreifen entsiegelt, Rabatten angelegt und und neu bepflanzt. 15 ältere Bäume wurden zwar gefällt, doch 56 gesunde junge Linden neu gepflanzt. 15 Kubikmeter Substrat, ein perfekter Wasserspeicher, sollen jedem Baum einen zukunftssicheren Standort bieten.

Von Burkhard Heuer

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