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Großübung in der VW-Arena: Südtribüne stürzt ein

Wolfsburg Großübung in der VW-Arena: Südtribüne stürzt ein

Wolfsburg. Dramatische Szenen in der Volkswagen-Arena: Nachdem ein Teil der Südtribüne eingestürzt ist, gibt es dutzende Verletzte, es bricht Panik aus, immer wieder sind verzweifelte Schreie zu hören. Das Szenario im Stadion wirkte täuschend echt und war am Samstagmorgen eine großangelegte Evakuierungsübung von Feuerwehr und Rettungskräften.

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Großaufgebot von Rettungskräften an der Volkswagen-Arena: Die Helfer erwartete am Samstagmorgen eine Evakuierungsübung. Die 40 „Verletzten“ waren täuschend echt geschminkt und wurden von den Rettungskräften versorgt.

Quelle: Britta Schulze

300 Menschen mussten schnellstens in Sicherheit gebracht werden, 40 von ihnen mimten Verletzte. Diese waren realistisch geschminkt.Markus Schmidt beispielsweise hatte sich eine schwere Verbrennung am Arm zugezogen und wurde von Ordnern zu einer der Patientenablagen geführt. „Ich fühlte mich gut von den Rettungskräften betreut“, sagte er. Sabrina Siebert und Kimberly Schmückner machten es den Einsatzkräften nicht leicht: Beide gerieten in Panik und weigerten sich zunächst, das Stadion zu verlassen. „Es war schon anstrengend, diese Rolle zu spielen“, so Siebert.

Als der Veranstaltungsleiter Heimspiele beim VfL, Thomas Franke, per Funk von den Ordnern des Vereins die Information bekam, dass Teile der Südtribüne eingestürzt waren, berief er sofort einen Krisenstab ein und setzte die Rettungskette in Gang. Die Berufsfeuerwehr und die Wehren aus Warmenau, Brackstedt, Kästorf, Heiligendorf und Hehlingen sowie die Vorsfelder mit ihrer Drehleiter eilten an den Einsatzort. Kräfte von Rettungsdienst, Maltesern und DRK übernahmen Versorgung und Betreuung von „Verletzten“, die ins Klinikum gebracht wurden, das THW unterstützte mit Logistik. „Insgesamt waren 216 Kräfte vor Ort“, sagte Manuel Stanke, Leiter des städtischen Brand- und Katastrophenschutzes.

„Das Konzept setzt auf eine engmaschige Versorgung“, erläuterte Dr. Nicolai Wiegand, ärztlicher Leiter Rettungsdienst. Resümee: „Wir sind mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden.“

joe

Großübung in der VW-Arena: Mehr als 200 Einsatzkräfte und 300 Statisten probten am Samstagmorgen den Ernstfall.

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„Es geht darum, Theorie in Praxis umzusetzen“

Seinem erfahrenen Blick entging nichts: Manuel Stanke, Leiter des Geschäftsbereichs Brand- und Katastrophenschutz, verfolgte das Übungsgeschehen genau. WAZ-Redakteur Jörn Graue stellt ihm einige Fragen:

Herr Stanke, wie beurteilen Sie den Ablauf der Großübung in der VW-Arena?
Es hat alles gut geklappt. Ein wesentliches Ziel war es, dass verletzte und nicht verletzte Personen möglichst schnell aus dem Stadion herausgebracht werden.

Warum sind Übungen in dieser Größenordnung wichtig?
Entscheidend ist, dass Rettungskonzepte in der Praxis ausprobiert und die damit verbundenen Abläufe überprüft werden. Es geht darum, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Außerdem lernen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und weiteren Hilfsorganisationen bei solchen Übungen kennen. Die Kommunikation von allen Beteiligten untereinander und miteinander ist von großer Bedeutung. 

Was kann jeder Helfer mit dieser Übung lernen?
Die Kräfte können ihr zuvor erlerntes Wissen in der Realität einsetzen. Zu jedem Einsatz gehören auch eine gewisse Aufregung und Entspannung. Durch Übungen lernt man, damit umzugehen.

Wie wichtig sind Ehrenamtliche für den Brand- und Katastrophenschutz?
Sie sind unverzichtbar.

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