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Stadt Wolfsburg Großes Auto geleast, Familie des Freundes geprellt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Großes Auto geleast, Familie des Freundes geprellt
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00:26 18.07.2014
Amtsgericht: Wegen Betruges war ein 38-Jähriger angeklagt. Quelle: Photowerk (bb/Archiv)
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Mit dem 31-jährigen Sohn der Familie aus Wolfsburg plante der 38-Jährige ein Hotel in Erfurt zu kaufen. 3,5 Millionen Euro sollte es kosten; den 31-jährigen Pizzabäcker wollte er zum Partner machen. Geld habe er auf einem Schweizer Konto, könne aber wegen des Finanzamts momentan nicht ran. „Das war ein Scherz, ich konnte ja nicht mal Miete zahlen“, so der Angeklagte vor Gericht.

Gleichzeitig versprach er aber der Mutter des 31-Jährigen, die das Auto leaste, die Hälfte der monatlichen Raten zu zahlen und lieh sich von ihr später 2500 Euro für einen Flug nach Dubai - angeblich, um sein Geld freizuschaufeln. Tatsächlich zahlte der Arbeitslose andere Schulden zurück und musste wenig später sogar seine Mietwohnung räumen. Die Familie des Pizzabäckers bleibt auf 17.239 Euro Schulden sitzen.

Den 31-Jährigen machte der Richter mit für die Höhe des Schadens verantwortlich - er hätten den „Firmenwagen“ früher abstoßen müssen. Der 38-Jährige Angeklagte war 2003 schon einmal wegen Betrugs beschuldigt, erhielt jetzt aber trotzdem erneut ein mildes Urteil: zehn Monate Haft (für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt) und 200 Sozialarbeitsstunden.

Zum Schluss kam die Standpredigt des Richters: „Wen Ihr Verhalten getroffen hat, das war diese Familie und vor allem Ihre eigenen vier Kinder!“

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