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Grillen am Allersee wird erlaubt!

Stadt gibt fünf Standorte frei Grillen am Allersee wird erlaubt!

Ran an die Würstchen! Die Stadt erlaubt jetzt endlich das Grillen rund um den Allersee. Im vergangenen Jahr lief eine sechsmonatige Testphase, jetzt liegt das Ergebnis vor: „Ein relevantes zusätzliches Müllaufkommen konnte in dem gesamten Zeitraum nicht festgestellt werden“, heißt es in einer Kenntnisgabe der Verwaltung.

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Das Grillen gegen das Grill-Verbot hat sich gelohnt: Die Stadt gibt an fünf Standorten rund um den Allersee das öffentliche Grillen frei.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Die Freude ist groß bei Wolfsburgs Grill-Freunden. Allen voran bei Christopher Bleuel, der 2015 mehrere Grill-Demos mit bis zu 100 Teilnehmern im Allerpark organisiert hatte. „Damals hagelte es viel Kritik für den Vorstoß“, erinnert sich der 28-Jährige. Aber über Facebook fand er schnell weitere Unterstützer, „vor allem Studenten, die nicht aus Wolfsburg kommen, finden das generelle Grillverbot in der Stadt merkwürdig“, weiß der Elektro-Planer. Student Marvin Maier (32) nahm damals bei den Grill-Demos auch teil. Dass er damit auch etwas erreicht hat, stimmt ihn freudig: „Ich hoffe jetzt auf besseres Wetter, um draußen den Grill auszupacken.“

Die Stadt hat fünf Standorte rund um den Allersee zum Grillen freigegeben: östlich der Schutzhütte, auf der Grünfläche zwischen Kolumbianischem Pavillon und DLRG, auf dem Thing-Platz  nördlich des Beachvolleyballfeldes, auf der Splitt-Fläche südlich des Arena-Sees und auf der Grünfläche nördlich des Arena-Sees.

Ein weiterer Unterstützer war und ist Piraten-Ratsherr Svante Evenburg: „Seit 2012 sage ich schon, dass man den Wolfsburgern dieses Freizeitverhalten durchaus zutrauen kann.“ Die halbjährige Testphase ergab nämlich, dass durch das Grillen am Allersee weder mehr Dreck noch Lärm entstanden. „Ich freue mich, dass wir da so bestätigt worden sind“, so Evenburg.

Doch der Pirat geht noch einen Schritt weiter: Die fünf Plätze rund um dem Allersee sind ihm zu wenig. „Insgesamt sollte das Grillverbot im öffentlich Raum mehr gelockert werden. Ich denke da an den Schillerteich oder Klieversberg. Für wen sind denn die Grünflachen der Stadt eigentlich gedacht? Wohl doch für die Bürger...“

jes

Widerstand lohnt sich

ein Kommentar von Kevin Nobs

„Die machen doch eh, was sie wollen.“ Solcherlei Unmutsäußerung über Politik oder Verwaltung hört und liest man häufig. Sie geben den Eindruck wieder, dass der Bürger wenig bewirken kann, wenn ihm etwas nicht passt.

Das Beispiel des Grillens am Allersee zeigt aber, dass man „die“ durchaus umstimmen kann, dass sich privat engagiertes Aufbegehren lohnt. Die ursprüngliche Ablehnung des öffentlichen Grillens am Allersee schlug in einen Kompromiss um. In bestimmten Bereichen des Allersees darf der Grill angeworfen werden.

Die Initiatoren wollen aber noch mehr Grillplätze durchsetzen. Vielleicht klappt selbst das ja noch...

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