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Stadt Wolfsburg Grete-Schärpe aufgetaucht: Vorsfelder wollen sie haben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Grete-Schärpe aufgetaucht: Vorsfelder wollen sie haben
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00:16 06.09.2013
Geschichtsträchtiges Stück Stoff: Günter Lach an der schwarz-rot-goldenen Schärpe, die vor 150 Jahren Carl Grete getragen hatte. Quelle: Boris Baschin
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Dr. Peter Brommer ist ein Nachfahre Carl Gretes. Der Koblenzer verwahrte die Schärpe, die einst der Vorsfelder Bürgermeister getragen hatte. Nun ist das geschichts-trächtige Stoffstück zurückgekehrt - 142 Jahre nach Gretes Tod. Brommer überreichte sie Oberbürgermeister Klaus Mohrs anlässlich des 75. Stadtgeburtstags. Die Schärpe in den deutschen Nationalfarben (studentische Verbindungen symbolisierten so die Forderung nach Freiheit und nationaler Einheit) hängt hinter Glas in der ersten Etage des Rathauses.

Günter Lach, heutiger Ortsbürgermeister von Vorsfelde, erfuhr gestern von der Schärpe - durch die WAZ. Lach: „Es wäre schön gewesen, wenn man uns in Vorsfelde darüber informiert hätte.“ Noch gestern Abend beantragte der Ortsrat, dass die Schärpe in die Eberstadt kommt, wo Carl Grete einst geboren wurde, wo er wirkte, das Carl-Grete-Haus steht, wo seit vielen Jahren die Carl-Grete-Medaille verliehen wird. Lach: „Carl Grete ist ein Teil Vorsfeldes.“

Carl Grete trat immer für seine politische Überzeugung ein. Der Bürgermeister war ein Freund Hoffmanns von Fallersleben und lebte in politisch turbulenten Zeiten. Er setzte sich für die Einheit Deutschlands und Pressefreiheit ein und riskierte so politische Verfolgung und den wirtschaftlichen Abstieg seines Kaufmannsunternehmens. 1845 gründete er den Bürgerverein Vorsfelde, der sich bald von einer kulturellen Organisation zu einem politischen Forum entwickelte. Grete gründete im Rahmen der Märzrevolution von 1848 die Vorsfelder Bürgerwehr.

kn

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