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Stadt Wolfsburg Graugans-Jagd: Warum hat die Stadt nicht informiert?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Graugans-Jagd: Warum hat die Stadt nicht informiert?
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23:55 06.08.2014
Graugänse im Fadenkreuz: Die Jagd stößt zum Teil auf heftige Kritik. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
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„Es ist ein Unding, dass man den zuständigen Hegering nicht vorab in Kenntnis setzt“, sagt Torsten Heilmann, Vorsitzender des Jäger-Gremiums. Zumal es sich um ein sensibles Thema handele: Die einen sehen Graugänse und den Kot, den sie am Strand und auf Gehwegen hinterlassen, als große Plage; für die anderen sind Graugänse schützenswerte Tiere. „Ich wurde nach dem WAZ-Bericht von vielen Bürgern angesprochen: Wer führt die Jagd durch? Wer ist dafür verantwortlich“, sagt Heilmann. Alles Fragen, die er nicht beantworten konnte. „Hier hätte die Öffentlichkeit dringend vorab informiert werden sollen!“

Andere gehen mit ihrer Kritik noch weiter: „Hier sollten die Bürger bewusst im Dunkeln gelassen werden, die Stadt wollte die Jagd geheim halten!“, schimpft Edelgard Wirl (64) aus Reislingen. Wolfsburg als Stadt im Grünen zu propagieren und dann die Graugänse abzuschießen, sei eine „Sauerei“.

Die Stadt allerdings sah - und sieht - eine Information der Öffentlichkeit nicht als erforderlich an: „Jagdliche Aktivitäten werden nur dann von uns öffentlich angekündigt, wenn es Einfluss auf den Straßenverkehr gibt oder ganze Waldstücke für die Öffentlichkeit gesperrt werden“, so Stadtsprecher Ralf Schmidt. Auch der Hegering hätte nicht informiert werden müssen, da es sich um eine Bejagung im „befriedeten Bezirk“ handele, wofür nur der Kreisjägermeister und sein Stellvertreter die Berechtigung besitzen. „Der Hegering ist nicht involviert, weil seine Mitglieder zu dieser Jagd gar keine Befugnis haben.“

seb

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