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Grandioser Auftakt der Konzertsaison

Wolfsburg Grandioser Auftakt der Konzertsaison

Zwischen Bach, Brahms und Glanert liegen jeweils mehr als hundert Jahre Musiktradition, dennoch gelang es der NDR Radiophilharmonie unter ihrem neuen Dirigenten Andrew Manze am Freitag im CongressPark einen Konzertabend „wie aus einem Guss“ zu gestalten.

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Die Konzert-Saison des Theaters eröffnet: Die NDR Radiophilharmonie spielte am Freitagabend im CongressPark.

Quelle: Boris Baschin

Eingeleitet von zarten Glockenschlägen entwi­ckelt der Zeitgenosse Detlev Glanert sein apokalyptisches Tongemälde „Fluss ohne Ufer“. Auf dem Hintergrund der gleich­­namigen Romantrilo­gie von H.H. Jahnn lässt er Klangräume entstehen, die dem Zuhörer eine dunkle, geheim­nisvolle Welt suggerieren, aber gleichzeitig die Abgründe menschlicher Existenz beschreiben. Das Publikum folgte der Musik gebannt.

Das 1. Klavierkonzert d-Moll schrieb Bach ursprünglich für „sein“ Instrument, dem Cem­balo. Jedoch hat er oft bemängelt, dass das Orchester den zarten Cembaloton zu­deckt. Andererseits lehnte er das neu entwickelte und für ihn von Silbermann nach­gebaute Klavier wegen des schlechten Klanges ab. Ganz anders sind die Klang­möglichkeiten auf heutigen Klavieren. Igor Levit nutzt die Klangvielfalt des mo­der­nen Flügels mit einer klar akzen­tu­ier­ten Tongebung auch in den schnellen Passagen. Mit einer kraftvoll-konzentrierten und stets kontrollierten Anschlagstechnik spielt er in frischem Tempo die beiden schnellen Eck­sätze. In verträumter Ruhe „singt“ er auf dem Instrument den zweiten Satz. Mitrei­ßend perfekt ist das Zusammenspiel vom Solisten Igor Levit, der NDR Radiophilhar­monie und dem Dirigenten Andrew Manze.

Die 1. Sinfonie von Brahms malt ebenso schicksalhafte Momente im menschlichen Leben und scheint dem Eingangswerk von Glanert wesensverwandt zu sein. Endgültig lösen sich die Spannungen im vierten, dem Finalsatz.Langanhaltender Beifall.

kem

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