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Stadt Wolfsburg Angeklagter legt vor Gericht Geständnis ab
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Angeklagter legt vor Gericht Geständnis ab
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20:56 10.04.2018
Landgericht: Der Angeklagte (r.) räumte am Dienstag den Überfall auf den Flaschensammler im vergangenen Oktober ein. Quelle: Jörn Graue
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Wolfsburg

 Er gab zu, den heute 47-Jährigen mit Gewalt zum Oralsex gezwungen zu haben. Das Opfer beschrieb anschließend, wie die Tat abgelaufen sein soll.

Der Angeklagte ließ über seinen Verteidiger erklären, dass er an jenem frühen Sonntagmorgen im vergangenen Herbst durch Alkohol und Drogen enthemmt gewesen sei. Sein Verhalten könne er sich selbst nicht erklären. Der Überfall tue ihm sehr Leid. Bei der Aussage des Opfers kamen dem Angeklagten, der die Verhandlung überwiegend mit gesenktem Kopf verfolgte, zeitweilig Tränen.

Opfer: „Täter riss mich zu Boden und zog mich ins Gebüsch“

Der 47-jährige Wolfsburger, der damals im Goethepark nach Pfandflaschen gesucht hatte, berichtete im Zeugenstand, wie ihn der 30-Jährige auf dem Fußweg gewaltsam zu Boden gerissen und in ein Gebüsch gezogen hätte. Daraufhin soll der Angreifer seinen Penis angefasst und ihn zum Oralsex gezwungen haben. Dabei sei das Genital des 30-Jährigen an seiner Wange gelandet. Zwischendurch hätte er auch Tritte ins Gesicht bekommen.

„Ich hatte Angst um mein Leben“, erklärte der Flaschensammler im Gerichtssaal. Immer wieder hätte der Angeklagte damit gedroht, ihn umzubringen. Es sei ihm mehrmals gelungen, aus dem Gebüsch in Richtung Gehweg zu kriechen. Ob es eine Möglichkeit für ihn gegeben hätte, sich aus der Situation zu befreien, wollte die Richterin wissen. „Der Angeklagte war viel stärker als ich“, betonte der 47-Jährige. Er habe immer wieder um Hilfe gerufen.

Zeuge: Das Opfer hatte die Möglichkeit, wegzulaufen

Die Aussage eines 20-jährigen Zeugen, der auf dem Heimweg von einer Party am Ort des Geschehens vorbeikam, ließ die Dinge in einem etwas anderen Licht erscheinen. Nach seiner Beobachtung hätte der 46-Jährige schon die Möglichkeit gehabt, wegzurennen. Allerdings räumte er ein, dass er zu dem Zeitpunkt stark angetrunken gewesen sei.

Das Urteil wird das Schöffengericht beim Landgericht am Freitag, 27. April, um 9 Uhr verkünden.

Von Jörn Graue

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