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Goethepark: Bauarbeiten leicht im Verzug

Wolfsburg Goethepark: Bauarbeiten leicht im Verzug

Eigentlich sollte der Hochbau im Goethepark längst beginnen, aber bislang ist nur die Bodenplatte des neuen Neuland-Gebäudes zu sehen. Grund für die erneute Verzögerung: Eine Hainbuche sollte geschützt werden. „Dadurch ist es zu einem minimalen Verzug des Zeitplans gekommen“, sagt Neuland-Sprecherin Ilona Krause.

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Wohnungsbau im Goethepark: Noch ist von den neuen Gebäuden nichts zu sehen, trotzdem soll alles im Frühjahr 2016 fertig sein.

Quelle: Manfred Hensel

68 neue Wohnungen baut die Neuland im Goethepark, eine Tiefgarage mit 88 Stellplätzen gehört dazu. Viele andere Bäume mussten dafür fallen, was Anwohner und Naturfreunde auf die Palme brachte. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum man mit der besagten Hainbuche jetzt besonders vorsichtig umging.

Am Einzugstermin für die neuen Mieter (angepeilt ist das Frühjahr 2016) soll das nichts ändern. „Als Zeichen, dass es voran geht, steht inzwischen der erste von zwei Baukränen“, so Krause.

Die Bauarbeiten hatten im Oktober 2014 bereits mit drei Monaten Verzögerung begonnen. Damals habe es Probleme mit einem Vertragspartner gegeben, ließ das Unternehmen verlautbaren.

26 Millionen Euro investiert die Neuland in den Bau, der Maßstäbe setzen soll: Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen sind barrierearm, zehn auch rollstuhlgerecht und das Gebäude wird durch Erdwärme beheizt. Etwa 11,50 Euro pro Quadratmeter soll die Miete kosten. „Derzeit werden die Vermietungsunterlagen erstellt“, sagt Krause.

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Trauert um die grüne Oase: Wolfgang Senkel (l.) - Wollte lieber Grünflächen: Christian Heuer.

Anwohner klagen über Baulärm: „Lebensqualität leidet“

Noch immer trauern einige Bürger um den Goethepark. Andere können es nicht erwarten, dass das dort entstehende neue Gebäude auf dem Areal in der Stadtmitte endlich fertig wird: Genervte Anwohner sehnen ein Ende der Bauarbeiten herbei.

„Meine Lebensqualität leidet deutlich“, klagt Christa Stellmacher (67). „Man kann das Fenster gar nicht mehr aufmachen wegen Lärm und Staub.“ Sie überlegt schon, eine Mietminderung zu veranlassen. Auch Marvin Klein (25) ist genervt: „Seit die Bäume gerodet sind, hört man nicht nur die Baufahrzeuge, sondern nachmittags auch die Musikschüler bei ihren Übungen. Ich hoffe, dass das Haus bald fertig ist, dann wird es leiser“, sagt er.  Auf ein baldiges Bauende hofft auch Volker Hille (59): „Ich sehe ein, dass Wohnraum gebraucht wird. Was mich wundert ist, dass es hier gar nicht voran geht“, sagt er.

Halil Triki (38) ärgert der Baustellenlärm nur freitags, wenn er nachmittags frei hat. „Ich bin ganztags berufstätig, da stört es nicht, wenn hier Betrieb herrscht“, sagt er.

Wolfgang Senkel (65) erinnert sich gern an Zeiten, als der Goethepark noch eine „grüne Oase“ war. Schon seine Großeltern wohnten in den Höfen. „Schade drum, aber Wohnungen werden gebraucht“, meint er. Christian Heuer (39) hätte es auch im Interesse seines Hundes schöner gefunden, wenn eine Grünfläche geblieben wäre. „Das Quartier hier ist ja ansonsten dadurch gekennzeichnet, dass die Bebauung luftiger und durch Gärten unterbrochen ist“, sagt er.

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