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Gleich beim ersten Date waren sieben Kilo Gold weg

Wolfsburg Gleich beim ersten Date waren sieben Kilo Gold weg

Weil er einem Geschäftsmann in Wolfsburg 7,14 Kilogramm Gold im Wert von über 237.000 Euro gestohlen haben soll, muss sich ein 37-Jähriger aus Hamburg vor dem Amtsgericht verantworten. Zu einem Urteil kam das Schöffengericht am Montag noch nicht, die Verhandlung wurde vertagt.

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Spektakulärer Prozess: Bei der Verhandlung im Amtsgericht geht es um den mutmaßlichen Diebstahl von 7,14 Kilogramm Gold.

Quelle: Photowerk (bb/Archiv)

Zumindest die Anklage liest sich wie ein Drehbuch zu einem Krimi, einem Krimi voller Klischees allerdings. Über eine Homosexuellen-Plattform im Internet habe der Angeklagte Kontakt gesucht zu einem Partner - gerne älter, auf jeden Fall „finanziell unabhängig“. der 60-jährige Wolfsburger antwortete, holte den bis dato unbekannten Gast am Bahnhof ab - und zeigte ihm in seinem Haus in Hehlingen als Erster seine Goldschätze. Die lagerten in einer uralten Truhe mit wackeligem Schloss, sicher verwahrt in „weißen Plastiksäcken von Real“.

Doch nur wenige Stunden später sei das Gold plötzlich verschwunden gewesen, mit ihm der Besucher aus Hamburg. Zuvor, so die starke Vermutung des Opfers, seien ihm bestimmt K.O.-Tropfen ins Glas gekippt worden: „Der Wein war plötzlich ganz braun.“ Und der 60-Jährige war sich sicher: „Das Gold kann nur er genommen haben.“

Alles gar nicht wahr, ließ der 37-Jährige über seinen Anwalt erklären. Zwar habe sein Mandat wohl inseriert, um homosexuelle Kontakt oder gar Gaunereien sei es ihm aber nicht gegangen - zumal er mit einer Partnerin in einer Beziehung lebe, bescheiden aber glücklich. Er habe lediglich nach einem väterlichen Freund gesucht. Tatsächlich habe ihn der 60-Jährige gefragt, ob er nicht für ihn das Gold verkaufen könne. Plötzlich aber habe das spätere Opfer auch noch mit Teilen seiner Waffensammlung herum gefuchtelt - da habe er Angst bekommen und sei lieber stiften gegangen.

Das Gericht will weitere Zeugen hören und vertagte sich.

fra

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