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Stadt Wolfsburg Glasfaser: Wie die Stadtwerke Wolfsburgs digitale Zukunft planen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Glasfaser: Wie die Stadtwerke Wolfsburgs digitale Zukunft planen
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10:00 03.01.2018
Mit der Planung fängt es an: Stadtwerke-Vorstand Dr. Frank Kästner mit den beiden Geschäftsführern der Firma Thieme, Stefan Griesemann und Reinhard Klauenberg (v.l.). Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Die Zukunft beginnt unter der Erde. Bis Ende 2021 soll in Wolfsburg ein flächendeckendes Glasfasernetz entstehen. Dafür kalkulieren die Stadtwerke als Bauherr mit Investitionen von 88 Millionen Euro. Wie laufen die Detailplanungen für ein solches Großprojekt? Darüber sprach die WAZ mit Stadtwerke-Chef Dr. Frank Kästner sowie Reinhard Klauenberg und Stefan Griesemann. Die beiden Geschäftsführer der Firma Thieme sind mit dem Bauteam der Wobcom maßgeblich an der Erstellung entsprechender Pläne beteiligt.

Viele Leerrohre sind schon verlegt

Eine Karte am Computer zeigt das weit verzweigte Netz der künftigen Glasfaserleitungen. Diese kommen seit April 2017 zunächst in den Stadtteilen Tiergartenbreite, Laagberg und Westhagen unter die Erde. „Glasfaser und vorbereitende Leerrohre verlegen wir schon seit 1996“, erläutert Stefan Griesemann. Das bietet den Vorteil, dass jetzt nicht überall gebuddelt werden muss, sondern Glasfaser mittels eines speziellen technischen Verfahrens durch die vorhandenen Rohre „durchgeschossen“ werden kann. Gleichzeitig ist es schon seit Längerem üblich, beispielsweise bei der Herstellung von Fernwärmeleitungen oder Kanalerneuerungen die Voraussetzungen für Glasfaser gleich mit zu schaffen. „Wir müssen wirtschaftlich im Sinne des Bürgers handeln und möchten Synergieeffekte nutzen“, betont Stadtwerke-Vorstand Dr. Frank Kästner.

Kleine Löcher in der Hauswand

Für die Herstellung der Hausanschlüsse, die vom Glasfaserhauptstrang abgezweigt werden, sind überwiegend nur kleine Löcher an den Hauswänden für die Einführung der Leitung notwendig. „Im Bereich der Stromzähler gehen wir in die Gebäude“, erläutert Stefan Griesemann. „Kein Hauseigentümer muss die Sorge haben, dass es zu Beschädigungen an seiner Immobilie kommt und im Vorgarten oder auf dem Hof gebuddelt wird.“ Mit dem Abschluss eines Grundstücksnutzungsvertrages mit der Wobcom und einem Vertrag mit der Wobcom als späterem Netzbetreiber ist der neue Hausanschluss kostenfrei, bei einem nachträglichen Bau entstehen Kosten von durchschnittlich 3000 Euro.

Und wo liegen die Vorteile für den einzelnen Verbraucher beim Glasfaserausbau? Neben schnelleren Upload- und Download-Raten von bis zu 444 MBit pro Sekunde ist es auch möglich, moderne TV-Geräte über einen Router an das Glasfasernetz anzuschließen. „Zugleich steigert der Anschluss an die Glasfasertechnik den Wert einer Immobilie“, sagt Reinhard Klauenberg. Die hochmoderne Technik gilt als solide und ausgereift: „Spielereien werden sich nicht durchsetzen“, ist Dr. Frank Kästner überzeugt.

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