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Stadt Wolfsburg Die Freundin des Geiselgangsters kommt aus Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Die Freundin des Geiselgangsters kommt aus Wolfsburg
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16:23 11.03.2018
Hofft auf Haftentlassung: Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner ist mit einer 41-jährige Wolfsburgerin liiert. Quelle: Reuters
Wolfsburg

Die 41-Jährige ist seit drei Jahren mit dem 61-jährigen Rösner liiert – gibt sie in der Frage seiner Resozialisierung den Ausschlag?

„Diese Beziehung ist für meinen Mandanten von fundamentaler Bedeutung“, sagt Rösners Anwalt Rainer Dietz. Die Identität der 41-Jährigen wolle man schützen so gut es geht – ja, sie komme aus Wolfsburg, mehr Details wolle er nicht preisgeben. „Feste Partnerschaften sind grundsätzlich von herausragender Bedeutung für eine gesicherte Wiedereingliederung von Inhaftierten“, sagt er.

Der gekaperte Linienbus. Quelle: NP

Die Beziehung zwischen Rösner und der 41-Jährigen habe vor etwa drei Jahren begonnen, zunächst per Briefkontakt, später durch Besuche im Gefängnis. Einmal im Monat fährt die 41-Jährige die knapp 450 Kilometer zur Justizvollzugsanstalt Aachen, wo Rösner einsitzt. Bis zu drei Stunden dürfen die beiden dann im Kontaktzimmer miteinander verbringen; in der JVA wird die Frau als Rösners Lebensgefährtin geführt. Steht eine Hochzeit ins Haus? Anwalt Dietz: „Das ist zwischen den beiden genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie bei einem Paar, das in Freiheit lebt.“ Für die Frage einer günstigen Sozialprognose könnte die Beziehung eine wichtige Rolle spielen. Rösner verbüßt nicht nur eine lebenslange Haftstrafe, das Gericht stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest – Bewährung auch nach Jahrzehnten fraglich.

Umringt von Journalisten: Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner mit Waffe. Quelle: dpa

Am 16. August 1988 hatten Rösner und Degowski eine Bank in Gladbeck überfallen. Im Anschluss nahmen sie Geiseln und flüchteten mit ihnen zwei Tage lang quer durch Deutschland; zum Schluss waren zwei Geiseln und ein Polizist tot. Das spektakuläre Verbrechen wurde gleichsam zum Fiasko für die Medien. Journalisten interviewten die Täter vor laufender Kamera, während diese ihren Geiseln die Waffe an die Schläfe hielten, stiegen mit in Fluchtfahrzeuge und mussten sich vorwerfen lassen, die Polizeiarbeit zu behindern. Gladbeck gilt als erstes Verbrechen in Deutschland, das live den Weg in die Wohnzimmer fand, und entfachte eine Debatte über Verantwortung und ethische Grenzen des Journalismus.

Von Ulrich Franke

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