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Giftpilze: Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Wolfsburg Giftpilze: Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Im Fall der beiden toten Wolfsburgerinnen, die vermutlich giftige Pilze gegessen haben, bleiben die wichtigsten Fragen vorerst ungeklärt. Vor allem das chemisch-toxikologische Gutachten steht aus.

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Detlef Emgenbroich: Ein Pilzexperte stellte Fragen.

Quelle: Lea Gossmann

Mutter (86) und Tochter (57) waren vermutlich an einer Vergiftung mit dem Grünen Knollenblätterpilz gestorben (WAZ berichtete). Offiziell ist die Todesursache ungeklärt, darum ermittelt die Staatsanwaltschaft. „Die Obduktion hat keine Klarheit gebracht, jetzt warten wir auf das chemisch-toxikologische Gutachten“, sagt Nicola Kreuzer. Man prüfe, ob möglicherweise Fremdverschulden durch einen ärztlichen Kunstfehler vorliege - im Raum steht die Frage, ob den Frauen in der Notaufnahme schneller hätte geholfen werden können.

Das Klinikum betonte gestern nochmals, welche Maßnahmen es bei Verdacht auf Vergiftung ergreift. Auch, weil sich der Pilzsachverständige Detlef Emgenbroich aus Gifhorn zu Wort meldete. Werde die Giftinformationszentrale Göttingen informiert, würde anschließend auch er automatisch eingeschaltet, sagt Emgenbroich: „Ich will keine Vorwürfe erheben, aber mich hat niemand eingeschaltet.“

Stadt und Klinikum erklärten darauf hin, man bediene sich in solchen Fällen der Datenbank des Giftinformationszentrums, das mehrere Experten in der Region aufführe. Das ließe den einfachen Schluss zu, dass man mit einem Kollegen von Emgenbroich zusammen gearbeitet hat. Sichere Erkenntnisse darüber werden wohl erst die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bringen: Öffentlich äußern sich Stadt und Klinikum zum konkreten Fall aus juristischen Gründen bisher nicht.

fra

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