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Giftpilz-Opfer: Ermittlungsverfahren eingestellt

Wolfsburg Giftpilz-Opfer: Ermittlungsverfahren eingestellt

Der Tod zweier Wolfsburgerinnen nach dem Genuss von Giftpilzen hat kein gerichtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren jetzt eingestellt, obwohl ein Gutachter dem Klinikum einen vermutlichen Behandlungsfehler attestiert hatte. Aber: Die Opfer wären wohl so oder so nicht mehr zu retten gewesen.

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Tod durch Giftpilze: Der Fall zweier Wolfsburgerinnen hat für das Wolfsburger Klinikum kein gerichtliches Nachspiel.

Quelle: Foto: Hensel

Im Oktober 2013 waren zwei Frauen aus Westhagen (67 und 86 Jahre alt) nach dem Genuss von hochgiftigen Knollenblätterpilzen gestorben. Tragisch: Nach ihrem Besuch in der Notaufnahme des Klinikums waren sie zunächst nach Hause entlassen worden.

Über ein Jahr lang ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen eines möglichen Behandlungsfehlers. „Nun ist das Verfahren eingestellt worden“, berichtete Sprecherin Birgit Seel. Ein Gutachter bescheinigte dem Klinikum, dass offenbar vieles richtig gemacht wurde - die Frauen bekamen Elektrolyte, Leberwerte wurden untersucht, die Giftzentrale kontaktiert. Als sich bei den Frauen subjektive Besserung einstellte, wurden sie entlassen. Fatal: „Bei Vergiftungen mit dem Knollenblätterpilz ist es typisch, dass zwischendurch eine Besserung eintreten kann“, sagt Birgit Seel. Laut Gutachten hätten eine ganz bestimmte toxikologische Untersuchung und weitere Kontrollen durchgeführt werden müssen - dies unterblieb. Doch die nach dem Tod vorgenommene Analyse ergab: Bei beiden Frauen lag eine so massive Vergiftung vor, „dass nach aller Wahrscheinlichkeit nichts mehr zu machen gewesen wäre“, sagt Birgit Seel - der mögliche Behandlungsfehler war nicht todesursächlich, Verfahren eingestellt.

fra

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