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Stadt Wolfsburg Gewittersturm: Baum stürzt aufs Gleis
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gewittersturm: Baum stürzt aufs Gleis
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23:19 05.07.2015
Das Unwetter am Sonntagabend sorgte für viele Einsätze: In Hehlingen stürzte ein Baum auf einen Schuppen und einen Golf, in Fallersleben schlug der Blitz in einen Baum direkt an den Hochspannungsmasten der Bahnschienen ein. Quelle: Beate Kirchhoff
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Die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz. Durch den Sturm knickte eine Birke an der Bahnstrecke bei Fallersleben um und fiel auf die Hochspannungsleitung. Der Baum geriet in Flammen, Freiwillige Feuerwehr Fallersleben und die Berufsfeuerwehr löschten.

Weil ganz in der Nähe ein Gas-Tank war, wurde die Bahnstrecke gesperrt. „Wir haben aus Sicherheitsgründen alles weiträumig geräumt“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Tim-Bastian Freier. Auch Mitarbeiter einer nahegelegenen Firma mussten das Gebäude verlassen. Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover war ab 20 Uhr komplett gesperrt. Es gab auf der Strecke mehrere Unwetter-Schäden, so die Bahn.

In Hehlingen fiel in der Vorsfelder Straße ein Baum auf einen abgestellten Golf Sportsvan und einen Gartenschuppen. Der Schuppen ist Schrott.

Auch zwischen Fallersleben und Mörse stürzte ein Baum um, er blockierte die Fahrbahn. Der Bereich wurde gesperrt. Ähnlich war es auf der Straße zwischen Warmenau und Brackstedt und zwischen Kästorf und Brackstedt. In beiden Fällen musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume von der Fahrbahn räumen.

Das Gewitter begann, als gerade der Abbau der Stadtgeburtstags-Festmeile lief. Am Nordkopf flogen Zelte um. Auch am Stand der BMX-Fahrer am ZOB wütete das Gewitter. „Wir haben ganz schnell unsere Räder in Sicherheit gebracht“, erzählte Marcel Profittlich. Dann flüchtete er mit seinen Kumpels André Vogelsang und Nils Schürmann in den bereitstehenden Lkw. Dem Riesenrad am Nordkopf passierte nichts, die Gondeln waren bereits abgebaut.

Die Reitbahn ist gerade in Reislingen-Südwest und wollte ihre Tiere wegen des Gewitters in sichere Tiertransporter bringen. „Dabei entwischte das Känguru“, sagt Bill Frank. Die Suche blieb gestern erfolglos. Frank hofft, dass Paul den Weg allein zurück findet.

syt

Zahlreiche Hitze-Opfer: Viele Einsätze

Vor dem großen Unwetter am Sonntagabend litt Wolfsburg unter einer Hitze-Glocke. Bei einigen Menschen macht der Kreislauf schlapp – Rettungssanitäter der Berufsfeuerwehr und die Notaufnahme im Klinikum hatten deshalb viel zu tun.

„Wir hatten mehr Patienten als an einem üblichen Wochenende“, sagte Dr. Ulf Harding, Oberarzt in der Notaufnahme. Rund 30 Patienten kamen mit Kreislaufbeschwerden, die behandelt werden mussten. Einige mussten sogar über Nacht bleiben, „um sie zu beobachten“, erklärt Dr. Harding.

Das Klinikum hatte sich auf das Hitze-Wochenende vorbereitet. Es waren zwar nicht mehr Mitarbeiter im Einsatz, aber mehr Fachpersonal als sonst: Zwei Oberärzte und zwei Fachärzte waren in der Notaufnahme und betreuten die Patienten. Auch die Rettungswagen der Berufsfeuerwehr hatten am Wochenende viel zu tun. „Wir hatten mehr Einsätze als sonst“, sagte Einsatzleiter Dirk Schütte. Stürze, die durch Kreislaufprobleme entstanden, oder Sportler, die die Hitze unterschätzt hatten – alles war dabei. Die meisten Wolfsburger seien auf die angekündigte Mega-Wärme aber gut vorbereitet gewesen und hätten große Anstrengungen vermieden.

Zahlreiche Wolfsburger suchten Abkühlung in den Freibädern – sie waren am gesamten Wochenende proppenvoll.

syt

Wolfsburg blickt auf ein denkwürdiges Wochenende zurück: Das Fest zum 77. Stadtgeburtstag litt unter tropischen Temperaturen von knapp 40 Grad, am Samstag herrschte in Teilen der Festmeile zeitweilig gähnende Leere, weil viele Wolfsburger zu Hause blieben. Die Stadt sprach am Ende von insgesamt 80.000 Besuchern an den drei Tagen.

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Seit 18 Jahren spielt Jutta Klein (71) aus Nordsteimke mit bei der TV-Show „BINGO!“. Gestern hatte sie ihren großen Auftritt als Kandidatin in der Live-Sendung. Unter zehntausenden Mitspielern war sie ausgelost worden.

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Was für ein heißes Spektakel: Das Ritz-Carlton lud am Wochenende zum 15. Drachenbootrennen im Hafenbecken der Autostadt ein. 63 Teams gingen mit insgesamt 1400 Sportlern an den Start und kämpften um neun Pokale. Rund 18.000 Besucher kamen trotz tropischer Temperaturen in die Autostadt und feuerten die Paddler in den Booten an.

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