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Geständnis im Windkraft-Prozess

Wolfsburg im Gericht Geständnis im Windkraft-Prozess

Der Wolfsburger Windkraft-Betrüger darf mit einem milden Urteil rechnen. Das Landgericht sicherte dem angeklagten Wolfsburger (63) gestern eine Bewährungsstrafe unter zwei Jahren zu - im Gegenzug für ein Geständnis.

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Betrug mit Windkraftanlagen? Der Angeklagte (r.) mit seinem Verteidiger am Dienstag im Landgericht.

Quelle: Foto: Franke

Das legte der Angeklagte über mehrere Stunden ab.

Dem Mann, früher Geschäftsführer einer Firma für kleine Windkraftanlage für Privatkunden, wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen (WAZ berichtete). Auch nachdem sich herausgestellt habe, dass die versprochenen 5-Kilowatt-Anlagen nicht funktionierten, habe er zwischen 2010 und 2011 weitere elf Anlagen gegen hohe Vorauszahlungen verkauft - Schaden über 100.000 Euro. Zudem habe er drei Anleger mit wertlosen „Genussrechten“ um insgesamt 65.000 Euro geprellt und ein Darlehen über 50.000 Euro zweckentfremdet.

„Das war meine Verantwortung, ich kann mich nicht herausreden“, begann der 63-Jährige sein Geständnis. Mit viel Euphorie sei man 2003 in das Unternehmen gestartet, obwohl er als Elektroingenieur „bis dahin Null Ahnung von Windkraft“ hatte. Entgegen der damaligen Prognosen habe sich aber in Deutschland nie ein Markt für Kleinwindanlagen entwickelt. Technische Probleme kamen hinzu, der Ingenieur musste sich zunehmend ums Kaufmännische kümmern: „Davon hätte ich die Finger lassen sollen, zum Schluss habe ich ein Debakel angerichtet.“ Gelder wurden unter falschen Versprechen eingeworben, um Löcher zu stopfen - mit dem Insolvenzantrag 2011 kam das Aus.

Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt.

fra

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