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Geschichten über digitale Liebesmärkte

Wolfsburg Geschichten über digitale Liebesmärkte

Noch nie war es so leicht, einen Partner zu finden. Die medialen Liebesmärkte machen es möglich. Ein brandaktuelles Thema, dessen sich Autorin Ursula März angenommen hat. Am Dienstag las sie auf Einladung des Literaturkreises im Ratsgymnasium aus ihrem Buch „Für eine Nacht oder fürs ganze Leben“.

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Ratsgymnasium: Ursula März las aus ihrem Buch „Für eine Nacht oder fürs ganze Leben“.

Quelle: Photowerk (bs)

Ein Klick und man hat sie, die Single-Börsen, Dating-Portale, Ehevermittlungs- und sogar Seitensprung-Agenturen.

In fünf Erzählungen bringt Ursula März fünf Fälle. Es sind ausgedachte Geschichten, doch alle mit einer eine Portion Realität, auch wenn keine Figur wirklich authentisch ist. Da ist Thomas Lüttich, 38 Jahre, Arzt. Blondinen bevorzugt. Dutzendweise hat er sie im Netz gesammelt und präsentiert sie wie eine beliebige Ware. Oder Gerlinde Wagner, über 60, Rentnerin. Sie ist schockiert über die vielen Mails, die sie von Jahrzehnte jüngeren Männern erhält. Trotzdem trifft sie sich mit Rudi, der ihr Enkel sein könnte.

Den Liebesmarkt aber, behauptet Ursula März, „den gab es schon immer, wenn auch in anderer Form.“ Als Beispiel führt sie die Schriftstellerin Jane Austen (1775 bis 1817) an, die in ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“ familiäre Verkupplungsstrategien in der englischen Aristokratie schildert. Der Roman „Die Stimmen des Abends“ der Italienerin Natalia Ginzburg (1916 bis 1991) hingegen beschreibt die Beziehung von Tommasino und Elsa, beide von unterschiedlichem sozialen Stand. Das Happy End zerbricht, sie trennen sich zwei Tage vor der Hochzeit.

Fazit: Die Institution Ehe hat nicht mehr die Bedeutung, die sie einst hatte. Stattdessen erlaubt das Internet jede Form der Kommunikation. Gefühle wie Einsamkeit und Enttäuschung werden dabei gern ausgeklammert.

km

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