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Stadt Wolfsburg Gert Hoffmann stellt Memoiren vor
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gert Hoffmann stellt Memoiren vor
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21:31 22.04.2018
Nachbarn, Konkurrenten und manchmal Kontrahenten: Dr. Gert Hoffmann (l.) stellte sein Buch vor – auf persönliche Einladung von Rolf Schnellecke. Quelle: Britta Schulze
Steimker Berg

Er war Stadtdirektor in Gifhorn, erlebte turbulente Zeiten als Regierungspräsident in Dessau und trug als Oberbürgermeister maßgeblich zur Haushaltskonsolidierung in Braunschweig bei: Dr. Gert Hoffmann (72) kann auf ein bewegtes politisches Leben zurückblicken. Und die Erinnerungen daran hat er aufgeschrieben.

Der „Irrweg“: Eine zweijährige Mitgliedschaft in der NPD

Aus dem Buch „Von Irrwegen in die Verantwortung – Zeitzeuge und Gestalter in bewegten Zeiten“ las der gelernte Verwaltungsjurist im Wolfsburger Parkhotel.

Kein Geringerer als Wolfsburgs ehemaliger Oberbürgermeister Rolf Schnellecke hatte dazu persönlich eingeladen und sich gemeinsam mit dem Autoren über hochkarätigen Besuch gefreut: Prominente aus Politik und Wirtschaft waren gekommen, um mit Gert Hoffmann auf eine fast 50-jährige Zeitreise zu gehen: Die begann mit dem „Irrweg“, wie Hoffmann rückblickend seine rund zweijährige Mitgliedschaft in der NPD wertet, die ihm allerdings als Makel durch die gesamte berufliche Laufbahn anhing.

In der Verantwortung als Stadtdirektor und Oberbürgermeister

Zehn Jahre war Hoffmann Stadtdirektor in Gifhorn, ehe er in den Strudel der Wiedervereinigung geriet und als Regierungspräsident in Dessau unter anderem Bundeskanzler Helmut Kohl traf. „Ein großer Politiker, leider später aber auch sehr verbittert“, so Hoffmann.

Von 2001 bis 2014 als Oberbürgermeister von Braunschweig waren Niedersachsens Spitzen aus Politik und Wirtschaft seine Ansprechpartner. Mit einem Schmunzeln erinnert sich der Autor an ein Gespräch mit dem damaligen VW-Chef Ferdinand Piëch. Der habe zwei Fußballstadien in Braunschweig und Wolfsburg in Frage gestellt. „Eins sollte doch für die beiden Nachbarstädte genügen“, so Piëch.

Das Verhältnis zwischen Wolfsburg und Braunschweig schilderten Hoffmann und Schnellecke. Man sei Nachbar, Konkurrent und manchmal Kontrahent gewesen, so Schnellecke. Beispielsweise um die Ansiedlung eines Outlet-Centers habe es heftige Kontroversen gegeben.

Von Burkhard Heuer

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