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Gerichtsprozess nach Amokfahrt: Verursacher nicht schuldfähig

Wolfsburg im Gericht Gerichtsprozess nach Amokfahrt: Verursacher nicht schuldfähig

Die Amokfahrt eines 36-Jährigen auf dem Hügel am Theater bleibt ohne strafrechtliche Konsequenzen: Das Landgericht Braunschweig sah keinen Grund, den psychisch kranken Mann in die Psychiatrie einzuweisen. Allerdings wurde dem Angeklagten der Führerschein entzogen.

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Spektakulärer Unfall am Theater: Die Amokfahrt eines psychisch kranken Mannes bleibt ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Im Juni 2013 hatte der 36-Jährige aus Oebisfelde zunächst einen anderen Mann in Lehre attackiert und gedroht, ihn umzubringen. Tags darauf verursachte er einen spektakulären Unfall am Theater: Mit einem Golf raste der Mann den Hügel hinauf, demolierte zwei andere Fahrzeuge, sein Golf ging in Flammen auf. Vor der Polizei flüchtete der Fahrer zu Fuß - und splitternackt.

Um eine mögliche Strafe ging es in dem Prozess vor dem Landgericht von Anfang an nicht - aufgrund einer psychischen Erkrankung sah auch die Staatsanwaltschaft den Angeklagten als nicht schuldfähig an. Ziel der Anklagebehörde war die Unterbringung des 36-Jährigen in der Psychiatrie wegen paranoider Schizophrenie.

Eine wichtige Rolle in dem Verfahren spielte ein Sachverständiger, der dem Angeklagten bescheinigte, dass von ihm keine weitere Gefährdung zu erwarten sei. „Die zuständige Kammer hat keine Unterbringung des Angeklagten angeordnet“, so Landgerichts-Sprecherin Maike Block-Cavallaro. Der 36-Jährige durfte das Gericht als freier Mann verlassen, die Fahrerlaubnis wurde ihm allerdings entzogen.

fra

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