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Stadt Wolfsburg Gericht verurteilt 63-Jährigen für Besitz von Kinderpornos
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gericht verurteilt 63-Jährigen für Besitz von Kinderpornos
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00:01 03.05.2018
Amtsgericht: Prozess um Kinderpornos aus dem Internet. Quelle: Archiv
Wolfsburg

63 kinderpornografische und 121 jugendpornografische Bilddateien auf Datenträgern hatte die Polizei am 11. November 2016 bei dem Angeklagten gefunden. Heruntergeladen hatte er sie sich bei der Arbeit, wo ein Kollege ihn dabei beobachtet hatte. Da sein Arbeitgeber ihm mit fristloser Kündigung drohte, kündigte er selber – seither ist der Ehemann und dreifache Vater arbeitslos.

Vor Gericht gestand er alle Vorwürfe ein. Außerdem mache er seit Herbst 2016 eine Psychotherapie. Der Therapeut habe „herausbekommen, was schon länger im Angeklagten geschmort hatte, nämlich dass er selbst als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs war“, erklärte sein Verteidiger. „Ich hatte mich oft selbst gefragt, wie jemand in meinem Alter, der erfahren ist, so etwas machen kann“, so der Angeklagte über die eigene Tat. „Es war für mich ein Schock, zu erfahren, dass es in meiner Kindheit sexuellen Missbrauch gab.“ Es tue ihm „wahnsinnig Leid“, erklärte er außerdem. „Ich wünsche mir ein Urteil – und dass ich hinterher wieder lachen kann.“

150 Tagessätze à 30 Euro (insgesamt 4500 Euro) forderte die Staatsanwältin als Strafe; der Verteidiger plädierte für 90 Tagessätze von je 20 Euro (1800 Euro). Mit 120 Zahlungen à 30 Euro, also zusammen 3600 Euro, fällte die Richterin ihr Urteil ungefähr in der Mitte – auch weil sie vermutete, die „Stigmatisierung“ belaste den reuigen Angeklagten bereits stärker als die gerichtliche Strafe. Dennoch mahnte sie ihn: „Sie sind Teil eines Marktes, der Kinder durch diese Art der Zurschaustellung ein Leben lang traumatisiert.“

Von Frederike Müller

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