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Gericht hält IS-Kämpfer für geläutert

Wolfsburg / Celle Gericht hält IS-Kämpfer für geläutert

Celle. Erfolg für die angeklagten Wolfsburger Ayoub B. und Ebrahim H.B. im Celler IS-Prozess: Der Staatsschutzsenat des OLG hob gestern die verschärften Sicherheitsbedingungen für den Prozess auf.

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Keine verschärften Sicherheitsbedingungen mehr: Bisher saßen die Angeklagten  Ayoub B. (gr. Bild, l.) und Ebrahim H.B. hinter Panzerglas, seit gestern (kl. Bild) sitzen sie neben ihren Verteidigern.

Quelle: dpa / NDR

Die Richter gaben dem Antrag der Verteidigung statt - ab sofort sitzen die Angeklagten neben ihren Anwälten und nicht mehr hinter einer Panzerglas-Scheibe. Als einen „kleinen Paukenschlag“ bezeichnete OLG-Sprecher Götz Wettich die Senats-Entscheidung gestern vor laufender Fernsehkamera. In der Tat ist zumindest die Begründung durchaus ein Erfolg für die Verteidigung. Die Angeklagten hätten sich im Prozess kooperativ gezeigt und sich, auch durch ihre Flucht aus Syrien, glaubhaft vom IS distanziert, führte der Vorsitzende Richter Henning Meier aus. Die Gefahr einer Fortsetzung ihrer „terroristischen Betätigung“ werde zurzeit nicht gesehen.

Die Entscheidung könne aber jederzeit wieder geändert werden, führte Meier aus - und zeigte Ayoub B. sozusagen die gelbe Karte. Dieser hatte nach Angaben von Vollzugsbeamten nach Ende eines Verhandlungstages - offenbar ging es ihm mit dem Rücktransport in die JVA nicht schnell genug - in seiner Zelle randaliert, einen Stuhl „quer durch die Zelle getreten“ und die Beamten beschimpft. Zwar stritt B. dies ab („Die versuchen, den Spieß umzudrehen“), doch der Vorsitzende warnte ihn: „Die Kammer hat auf eine Fesselung der Angeklagten verzichtet. Das kann jederzeit widerrufen werden.“

fra

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