Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Gericht eröffnet Prozess gegen Spielhallen-Bande

Wolfsburg / Braunschweig Gericht eröffnet Prozess gegen Spielhallen-Bande

Mit spektakulären Einbrüchen hatte die Spielhallen-Bande vergangenen Sommer Schlagzeilen gemacht. Die Rumänen waren in zwölf Spielhallen eingebrochen - darunter die Tatorte Vorsfelde, Velpke und Lehre. Die Beute lag bei über 150.000 Euro, dazu kam ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Gestern begann am Landgericht Braunschweig der Prozess.

Voriger Artikel
Mit dem Bus zum Planetenweg
Nächster Artikel
Sparkasse: Fusion mit Peine ist vom Tisch

Spielhallen-Bande vor Gericht: Justizbeamte führten die Angeklagten in den Saal und nahmen ihnen dort die Handschellen ab.

Quelle: Kevin Nobs

In den Saal geführt wurden die sechs des Bandendiebstahls angeklagten Männer (26 bis 37 Jahre) sowie eine Frau (28), die ihnen Unterschlupf gewährt und beim Absetzen der Beute geholfen haben soll. Dazu kamen Anwälte, Dolmetscher, Sicherheitsbeamte sowie Richterin und Schöffen.

So voll der Saal war, so schnell endete der erste Prozesstag. Die Oberstaatsanwältin verlas die Anklage. Dazu gehörten zwölf Einbrüche sowie der Diebstahl eines Pick-Ups vom Typ Toyota Hilux. Fast alle mutmaßlichen Täter kommen aus dem selben Ort in Rumänien. Die Idee zur Einbruchsserie soll ein 37-Jähriger gehabt haben. Mal brachen sie die Männer die Spielhallen ein, mal bretterten sie mit dem Wagen durch den Eingang. Immer rissen sie den Geldwechselautomaten aus der Wand, flüchteten und plünderten den Automaten später. Die gut 150.000 Euro schickten sie zum Teil nach Hause. Nach ihrem letzten Coup in Bitterfeld nahm die Polizei die Bande in einer angemieteten Wohnung in Oschersleben fest.

Die Männer äußerten sich gestern nicht. Lediglich die 28-Jährige, die die Wohnung bereit gestellt haben soll, ließ über ihren Anwalt mitteilen, dass sie von den Einbrüchen nichts gewusst habe. In einer anderthalbstündigen Sitzungsunterbrechung berieten sich Angeklagte und Anwälte. Bislang einziges Ergebnis: Die Verhandlung wird am 12. Februar um 9 Uhr fortgesetzt.

WAZ-INFO: Fälle in der Region

Donnerstag, 4. Juni, Velpke: Die Täter rasten rückwärts mit einem Wagen in die Fensterfront des „Freizeit-Centers“ in der Jasperallee. Maskierte rissen den Geldwechselautomaten aus der Wand und entkamen. Beute: 25.000 Euro, Sachschaden: 12.000 Euro.

Dienstag, 9. Juni, Lehre: In der Spielhalle „Las Vegas“ in der Berliner Straße zertrümmerten die Täter eine Scheibe, fuhren mit einem Pick-Up in die Spielhalle und rissen den Geldwechselautomaten aus der Wand. Beute: 5000 Euro, Sachschaden: 6700 Euro.

Montag, 13. Juli, Vorsfelde: Die Täter brachen die Eingangstür der Spielhalle-Süd in der Neuhäuser Straße auf. Sie rissen den Geldwechselautomaten aus der Wand und plünderten ihn im Drömling. Beute: 20.000 Euro, Sachschaden: 15.000 Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Borth im Radio - der wöchentliche Talk mit WAZ-Chefredakteur Dirk Borth auf radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr

Wolfsburg: Spektakulärer Sonnenuntergang