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Gericht: Nahrstedt muss nicht zahlen

Wolfsburg Gericht: Nahrstedt muss nicht zahlen

Das Arbeitsgericht Braunschweig hat die Schadenersatzklage der Stadtwerke gegen Maik Nahrstedt am Montag abgewiesen. Das Unternehmen wollte 335.000 Euro von seinem ehemaligen Pressesprecher einklagen (WAZ berichtete).

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Erfolg vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig: Maik Nahrstedt (l.) und sein Rechtsanwalt Peter Lücke.

Quelle: Foto: Franke

Hintergrund war die Selbstbezichtigung Nahrstedts, fast zehn Jahre lang die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Parteiarbeit für die CDU verbracht zu haben - das in dieser Zeit angefallene Gehalt wollten die Stadtwerke zur Hälfte zurück haben.

Schon in der Hauptverhandlung wurde schnell klar, dass das Gericht großen Teilen der Stadtwerke-Argumentation nur schwer folgen konnte. Wichtig beispielsweise: Ab wann wusste das Unternehmen vom Arbeitszeitbetrug, ab wann lief die sechsmonatige Frist für den Regressanspruch? Laut Stadtwerken erst mit Nahrstedts Bekennerschreiben im September 2010 - davor hätten seine direkten Vorgesetzten von nichts gewusst. Dazu der Kammervorsitzende Ingo Hundt: „Wie kann es denn sein, dass das im Unternehmen überhaupt nicht auffällt?“

Ein letzter Versuch einer gütlichen Einigung scheiterte in der Verhandlung. Die Stadtwerke wären womöglich bereit gewesen, auf ihre Forderung zu verzichten - im Gegenzug hätte Nahrstedt die Klage gegen seine Kündigung zurück ziehen sollen. Das lehnte dieser aber ab.

Nach dem Urteil zeigte sich Maik Nahrstedt zufrieden: „Ich bin total erleichtert. Einige Leute wollen offenbar mit aller Macht meine Existenz vernichten“. Er frage sich, welche soziale Verantwortung das Unternehmen gegenüber einem Mitarbeiter nach fast 25 Jahren Betriebszugehörigkeit zeige: „Sanktionen gegen mich wurden gnadenlos durchgezogen.“ Für die Stadtwerke erklärte Aufsichtsratschef Hans-Georg Bachmann der WAZ: „Wir werden natürlich prüfen, ob wir Berufung einlegen.“

fra

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