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Geldstrafe für Sprayer mit Messer und Machete

Wolfsburg Geldstrafe für Sprayer mit Messer und Machete

Bis an die Zähne bewaffnet tobte sich ein Sprayer (28) in der Bahnunterführung von Vorsfelde-Süd aus (WAZ berichtete). Jetzt wurde der Prozess gegen den Wolfsburger vor dem Amtsgericht abgeschlossen. Er wurde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

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Riesiges Graffiti in Vorsfelde: Ein Sprayer, der schwer bewaffnet unterwegs war, wurde jetzt verurteilt.

Quelle: Roland Hermstein (Archiv)

In einem martialischen Aufzug zog der 28-Jährige am 10. August 2011 los, um sich seinen Frust von der Seele zu sprühen. Mitten in der Nacht schlüpfte er in seine Kleider, steckte drei riesige Spraydosen mit silberner Farbe ein und rüstete dann schwer auf: Schlagring und Springmesser gehörten ebenso zur Ausstattung wie Teleskopschlagstock und Machete. So bewaffnet, zückte der 28-Jährige an der Unterführung in der Neuhäuser Straße die Spraydosen. Er besprühte drei Pfeiler, einen Stromverteilerkasten sowie zwei Wahlplakate. „Meine Oma war gestorben und meine Freundin hatte sich von mir getrennt“, so der Angeklagte.

Ein Zeuge beobachtete den Sprayer und alarmierte gegen 3.45 Uhr die Polizei - nach einer Verfolgungsjagd durch Vorsfelde stellten die Beamten den betrunkenen Sprayer. Alcotest: zwei Promille.

Zentrale Frage beim Prozess vor dem Wolfsburger Amtsgericht: War der 28-jährige Sprayer auch für ein 80 Quadratmeter großes Graffiti an der Wand der Bahnunterführung verantwortlich? Der Angeklagte beteuerte jedenfalls seine Unschuld, auch dann noch, als der Richter ihm Fotos dieses Graffiti vorhielt, die die Polizei auf dem Rechner des 28-Jährigen gefunden hatte. „Die habe ich nur aus Interesse gemacht“, so der Angeklagte.

Der Richter verurteilte den Sprayer wegen Sachbeschädigung und Besitzes eines Schlagrings zu 2400 Euro Geldstrafe.

rpf

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