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Gegen Abschiebung: Demo vor Wolfsburger Bahnhof

Protestaktion am Samstag Gegen Abschiebung: Demo vor Wolfsburger Bahnhof

30 afghanische Flüchtlinge haben jetzt ihren Ausweisungsbescheid bekommen. Flüchtlingshelfer, Politiker und Gewerkschafter protestieren am Samstag mit einer Demo gegen deren Abschiebung.

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Quelle: dpa (Archiv)

Wolfsburg.  Unter dem Motto „Solidarität für Geflüchtete. Abschiebungen verhindern“ findet am Samstag, 25. November, eine große Demonstration am Wolfsburger Bahnhof statt. Sie beginnt um 12.30 Uhr.

Organisiert wird die Demo von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VNN), der Flüchtlingshilfe Wolfsburg, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der IG Metall, der Linkspartei, den Falken und der Jusos. Hintergrund der Protestaktion: Knapp 30 junge Männer im Alter zwischen 16 und 30 Jahren hätten in Wolfsburg einen Ausweisungsbescheid erhalten, berichtet Günter Schütte von der Flüchtlingshilfe Wolfsburg. Bei ihnen handele es sich jedoch um Afghanen, die schon seit mehr als zwei Jahren in der Volkswagenstadt leben und wichtige Schritte zur Integration bereits vollzogen haben, ergänzen Willi Dörr und Wolfram Gaden vom Unterstützerkreis.

Schütte befürchtet, dass weitere 100 bis 150 Personen einen Ausweisungsbescheid erhalten werden, denn: „Afghanistan ist von der Bundesregierung als sicheres Land eingestuft worden.“ Das mag für manche Gebiete gelten. Diese seien jedoch nicht vernetzt, so dass man auf sicherem Wege dort nicht hinkommen könne. Alle drei fordern von der neuen Landesregierung: auch künftig keine Abschiebungen nach Afghanistan.

Auch Ahmede Metsahel von den Wolfsburger Jusos spricht sich für den Verbleib der Geflüchteten aus: „Wir dürfen Hilfe nicht verwehren. Wo steht denn da der Mensch?“ Willi Dörr sieht’s ganz pragmatisch: „Hier werden zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland benötigt.“ Näheres könne ein Einwanderungsgesetz regeln.

Von Carsten Bischof

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