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Gefängnisstrafen für Böllerwurf beim VfL

Wolfsburg im Gericht Gefängnisstrafen für Böllerwurf beim VfL

Mit Gefängnisstrafen hat das Amtsgericht gestern den Böllerwurf in der VW-Arena beim Spiel des VfL gegen Hannover am 25. Januar 2014 geahndet. Der Haupttäter (28) wurde zu 14 Monaten, ein 55-Jähriger zu sieben Monaten verurteilt, jeweils mit Bewährung. Bei der Explosion im Gästeblock war ein 96-Fan (40) schwer verletzt worden (WAZ berichtete).

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Großes Medieninteresse: Sogar ein TV-Team drehte gestern im Gericht beim Prozess um den Böllerwurf.

Quelle: Foto: Hensel

Beide Angeklagte räumten die Tat gleich zu Beginn ein. Der 28-Jährige hatte den Monster-Böller chinesischer Produktion („Den hatte ich Neujahr beim Spazierengehen gefunden“) mitgebracht und geworfen, der 55-Jährige hatte die Lunte mit seiner Zigarette angesteckt. Beide bestritten allerdings, mit Vorsatz gehandelt zu haben - es sei eine unüberlegte Dummheit gewesen, über deren Folgen man sich nicht im Klaren gewesen sei. Der Verteidiger des 55-Jährigen sprach sogar nur von Fahrlässigkeit und plädierte auf Freispruch.

Das sah der Vorsitzende Richter - ebenso wie der Staatsanwalt - anders: „Am Vorsatz besteht kein Zweifel.“ Dies hätten unter anderem die Bilder aus der Videoüberwachung belegt, die im Gerichtssaal abgespielt wurden. Der Richter: „Diese Strafe dient auch der Signalwirkung. So etwas darf nicht sein in einem Fußballstadion.“

Beiden Angeklagten drohen weitere teure Konsequenzen. Der DFB hatte Hannover 96 zu 50.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Diese Summe wird der Verein versuchen, sich von den Tätern zurück zu holen. Auch Krankenkassen und Opfer dürften Ansprüche stellen.

fra

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