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Stadt Wolfsburg Gedenkort für ermordeten Piloten: „Es zeichnet sich eine Lösung ab“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gedenkort für ermordeten Piloten: „Es zeichnet sich eine Lösung ab“
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14:04 23.08.2018
Gedenkstätte am Laagberg: Ein ähnlicher Erinnerungsort soll auch für den gelynchten US-Piloten Sidney A. Benson entstehen. Die Verwaltung will dem Ortsrat Stadtmitte entsprechende Ideen vorstellen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Alt-Wolfsburg

Wie soll Wolfsburg in Zukunft mit Gedenkorten umgehen? Im Handwerkerviertel sind vor wenigen Tagen Erinnerungsstelen aufgestellt worden (WAZ berichtete), die Pläne für eine Gedenkstätte am ehemaligen KZ am Laagberg laufen. „Das ganze Thema wird zu sehr zerrissen, es sollte einen zentralen Gedenkort geben“, sagte am Mittwoch Joachim Sievers (CDU) beim ersten Kulturausschuss nach der Sommerpause im Schloss.

Gedenkstele für ermordeten Soldaten: Es gibt eine Standort-Idee

Hintergrund: Der Ortsrat Stadtmitte regte einen eigenen Gedenkort am Reislinger Markt für den 1944 ermordeten US-Piloten Sidney A. Benson an. Zur Finanzierung – mit 1000 Euro möchte sich der Ortsrat beteiligen – sagte am Mittwoch Kultur-Geschäftsbereichsleiter Stefan Krieger: „Das Institut für Zeitgeschichte hat Mittel dafür zur Verfügung.“ Auch zum Standort habe man eine gute Idee, aber man wolle diese erst dem zuständigen Ortsrat vorstellen. Krieger: „Es zeichnet sich aber eine praktikable Lösung ab.“

KZ-Denkstätte am Laagberg: „Ist das realisierbar“

Zuvor lieferte Anita Placenti-Grau, Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte, auch einen aktuellen Sachstand zur geplanten Gedenkstätte am Laagberg auf dem Gelände des ehemaligen KZ. Thomas Schlick (AfD) brachte dazu das Thema Kosten auf den Tisch: „Ist das alles denn so finanziell realisierbar?“ Kulturdezernenten Dennis Weilmann: „Genau dazu werden wir gesondert den Kulturausschuss und auch den Ortsrat Mitte-West einladen, um darüber zu diskutieren.“

Alle Denkmäler in Wolfsburg digital miteinander vernetzen

Eine kurze, aber lebhafte Diskussion über Gedenkkultur kam auf, als die Pläne für das Sidney-A.-Benson-Denkmal angesprochen wurden. CDU-Ratsherr Joachim Sievers: „Welche Gedenkkultur wollen wir in Wolfsburg?“ Aus seiner Sicht wirkten Gedenkorte an verschiedenen Stellen „zerrissen“. AfD-Ratsherr Schick pflichtete ihm bei. PUG-Ratsfrau Sandra Straube und Piroska Evenburg (Linke/Piraten) hatten eine gänzlich andere Sicht auf die Dinge: „Es kann nicht genug Gedenkorte geben.“ Einig war man sich, dass alle Denkmäler digital miteinander vernetzt werden sollten.

Von Claudia Jeske

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