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Gedenken an die Opfer des Faschismus

Wolfsburg Gedenken an die Opfer des Faschismus

Mit bewegenden Worten gedachten Wolfsburger gestern den Opfern des Faschismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren am 8. Mai 1945. Am Zwangsarbeiter-Denkmal auf dem Sara-Frenkel-Platz am Nordkopf sowie an den Gedenkstätten Breslauer Straße (Laagberg) und Werderstraße (Nordstadt) wurden Kränze niedergelegt, außerdem gab es ein Konzert im Haus der Jugend.

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8. Mai: Mit Kranzniederlegungen und Konzert gedachte Wolfsburg den Opfern des Faschismus.

Quelle: Boris Baschin

Oberbürgermeister Klaus Mohrs erinnerte daran, dass der 8. Mai lange für viele Deutsche ein Tiefpunkt war. Erst die Rede von Richard von Weizsäcker vor 30 Jahren brachte die Wende: Der damalige Bundespräsident sprach von der „Befreiung“ Deutschlands. „Das zeigte Wirkung“, so Mohrs. Doch die Erkenntnis, dass es nie wieder Faschismus geben dürfe, reiche nicht. Die Menschen müssten an ihren Werten arbeiten.

Dechant Thomas Hoffmann fragte sich bei der Gedenkfeier in der Werderstraße, ob der 8. Mai die Welt und die Menschen besser gemacht habe. „Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten“, so Hoffmann. Der 10. Jahrgang des Albert-Schweitzer-Gymnasiums trug Texte vor, die Vergangenheit und Gegenwart gegenüberstellten. Es ging um freie Meinungsäußerung, die heute gesetzlich verankert ist. Im Nazi-Regime konnte das zur Verhaftung führen. Jan Schulze, Urenkel des Vorsfelder Arbeiterführers Ludwig Klingemann, der 1942 von den Nazis zu Tode geprügelt wurde, sprach ebenfalls bei der Feier. Er kritisierte, dass die Aufarbeitung der Nazi-Zeit so lange dauerte, und dass das Schicksal seines Urgroßvaters in Vorsfelde so wenig thematisiert werde.

200 IG-Metall-Mitglieder aus Wolfsburg nahmen außerdem an einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen KZ Bergen-Belsen teil.

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