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Gedanktag: Fiktives Tagebuch aus Auschwitz

Schicksal eines jüdischen Künstlerpaares fesselt das Publikum Gedanktag: Fiktives Tagebuch aus Auschwitz

Am 17. Januar vor 72 Jahren befreiten Soldaten der roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Dass diese Schande deutscher Geschichte unvergessen bleibt, ist Motiv weltweiter Holocausttage. Wolfsburgs Beitrag dazu fand am Donnerstag im Hallenbad im Schachtweg statt.

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Eindrucksvolle Lesung: Das fiktive Tagebuch eines jüdischen Paares fesselte das Hallenbad-Publikum.

Quelle: Tim Schulze

Wolfsburg. Stadt, Internationales Auschwitz-Komitee, Hallenbad und der Verein „Erinnerung und Zukunft“ waren Ausrichter der Veranstaltung. Die Schauspieler Eva-Maria Kurz und Gerd Grasse (Akkordeon Goran Stevanovic) lasen aus einem fiktiven Tagebuch, das Schriftsteller Christoph Heubner dem jüdischen Künstlerehepaar Felka Platek und Felix Nussbaum gewidmet hat, gerade so, als hätten Felka und Felix ihr Leben in Polen und Deutschland vor und während der Nazizeit selbst schriftlich festgehalten.

Gespannt auf diese Vorstellung waren in der Begrüßung vor über 200 Besuchern Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Felina Bodner (22) von der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Volkswagen. Mohrs warnte vor einem drohenden weltweiten Rückfall in radikale Entwicklungen, während in eindrucksvoller Weise Bodner über ihre Aufenthalte in Auschwitz-Birkenau berichtete. Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des internationalen Auschwitz-Komitees, unterstrich die vorbildliche Initiative von Volkswagen, die junge Mitarbeiter jährlich an die Gedenkstätten in Polen führe.

Höhepunkt der Veranstaltung „Wider das Vergessen“ war die szenische Lesung aus fiktiven Tagebüchern der Malerin Platek und des Künstlers Nussbaum. Das gespannt lauschende Publikum wurde durch die Vorkriegszeiten des 1. und 2. Weltkrieges über die Liebesbeziehung des späteren Ehepaares bis hin zum erschütternden Ende geführt: Auschwitz-Birkenau 1944.

bhe

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