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Gänse: PUG kritisiert Waffengebrauch!

Wolfsburg Gänse: PUG kritisiert Waffengebrauch!

Am Allersee wird seit Anfang August auf Graugänse geschossen; eine vorherige Information der Öffentlichkeit über die Jagd erfolgte nicht (WAZ berichtete). Dafür hagelt es jetzt scharfe Kritik von der PUG.

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„Wer die Öffentlichkeit nicht über die Jagd mit Schusswaffen am Allersee in den frühen Morgen- und späten Abendstunden informiert, muß erklären, mit welchen anderen Maßnahmen die Gefährdung von Menschen ausgeschlossen wurde“, so PUG-Sprecher Bernd Riebau. Für den Allersee gilt als „befriedetes Gebiet“ die Jagdruhe, so dass dort ein absolutes Verbot der Jagdausübung zu beachten ist. In Außnahmefällen können Jagdhandlungen auf bestimmte Wildarten im Rahmen einer Ermessensentscheidung genehmigt werden, wenn die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird.

Die Jagd auf Graugänse am Allersee oder an den anderen Teichen in Wolfsburg ist nach Einschätzung der PUG ohnehin unverhältnismäßig: Das Problem der Verschmutzung von Wegen und Stränden besteht hauptsächlich in der Brut- und Setzzeit der Tiere. In dieser Zeit - meistens zwischen Mitte Mai und Ende Juni - befinden sich die meisten Tiere an den Seen und Teichen.

Zu dieser Zeit könnte die Stadt Studenten- oder Kurzzeitjobs für Geringverdienende ausschreiben, die regelmäßig die Strände säubern und mit Kehrmaschinen die Wege reinigen.

Wer die Tiere beobachtet hat, wird feststellen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits großflächig verschwunden sind. Sie verteilen sich nun wieder auf die umliegenden Felder und Äcker und machen sich bereit zu ihrem alljährlichen Weiterzug.

„Ich kann aber nicht glauben, dass uns in Wolfsburg außer Töten nichts mehr einfällt“, so PUG-Sprecher Bernd Riebau. Die PUG wird dieses Thema in der nächsten Ortsratssitzung im September auf die Tagesordnung setzen. Eine schriftliche Anfrage liegt der Stadt bereits vor.

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