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Fußball-WM: Flugblätter machen Fähnchen-Autofahrer sauer

Wolfsburg Fußball-WM: Flugblätter machen Fähnchen-Autofahrer sauer

Wolfsburg ist im Fußball-Fieber, überall in der Stadt sind Autos mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen geschmückt - doch das gefällt nicht jedem: In Detmerode befestigten Unbekannte Flugblätter an Autos, auf denen sie den Haltern indirekt Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit vorwerfen.

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Sauer: Ingelore Bleich mit dem Flugblatt, das an ihrem Auto befestigt war.

Quelle: Photowerk (mv)

Für Ingelore Bleich ein Unding: „Das macht mich richtig sauer!“

Wie so viele Wolfsburger fiebert auch die 57-Jährige mit der deutschen Nationalmannschaft mit, drückt Jogis Jungs bei sämtlichen Spielen die Daumen und hat zur Weltmeisterschaft auch ihr Auto (dezent) geschmückt: An den Seitenspiegeln sind Stoff-Überzieher im Deutschland-Design, im Innenraum hängt über dem Rückspiegel eine schwarz-rot-goldene Kette.

Was Fußballfans wie Ingelore Bleich als harmlose Unterstützung der Nationalmannschaft empfinden, ist anderen offenbar ein Dorn im Auge: Gestern Morgen steckten in der John-F.-Kennedy-Allee Flugblätter hinter den Scheibenwischer von Autos, darin wird gefordert, den Deutschlandschmuck nicht weiter zu verwenden. Die schwarz-rot-goldenen Fanartikel förderten Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, Menschen anderer Nationalitäten würden abgewertet, das Jubeln mit Deutschland-Fähnchen sei gefährlicher Party-Nationalismus. Ingelore Bleich hat eine ganz klare Meinung zu dem Flugblatt: „Es ist eine Frechheit, dass mir hier quasi unterstellt wird, ich sei fremdenfeindlich!“ Sie werde es sich nicht verbieten lassen, mit Fähnchen weiter ihre Sympathie für die deutsche Nationalmannschaft zu zeigen: „Mein Schmuck bleibt da, wo er ist!“

seb

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