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Stadt Wolfsburg Fulminantes Klavierkonzert: Beethoven trifft Cage
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fulminantes Klavierkonzert: Beethoven trifft Cage
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22:01 29.04.2018
Autostadt: Beim Konzert des Pianisten Cédric Pescia begegneten sich Werke von Beethoven und John Cage. Quelle: Roland Hermstein
Innenstadt

„Als ich den Auftrag bekam, ein Programm mit Beethoven und Cage zu machen, dachte ich zuerst: Das geht nicht“, erklärte Cédric Pescia. Am Ende konnte er die beiden Komponisten aber doch ganz gut auf einen Nenner bringen. Schließlich war Beethoven wie Cage einer der Künstler, die das Klavierspiel völlig verändert hatten. Ludwig van Beethoven nutzte die zu seiner Zeit recht neuen Möglichkeiten, die ein bundloses Klavier mit einer Saite pro Ton bot und entwickelte die heute übliche Spieltechnik aus dem ganzen Arm heraus.

John Cage nahm sich das Klavier vor und veränderte mit Schrauben, Radiergummis und anderen Gegenständen die Tonalität des Instruments völlig. So spielte Pescia abwechselnd auf einem Konzertflügel und einem weiteren Flügel, den er nach den Vorgaben von John Cage entsprechend präpariert hatte.

Außergewöhnlich: Cédric Pescia spielte abwechselnd auf zwei Flügeln. Einen hatte er zuvor nach Vorgaben von John Cage präpariert. Quelle: Roland Hermstein

Auch ein Miniaturklavier kam zum Einsatz. Darauf spielte er einen Auszug aus Cages „Suite for Toy Piano“, bevor er am Konzertflügel ganz ohne Notenblätter die komplette 32. Sonate für Klavier spielte. Als der Meister das Werk komponierte, war er längst taub. „Es ist ein vollkommenes Stück Musik“, betonte Pescia. „Danach kann man eigentlich gar nichts mehr spielen.“

Und doch fand er hier eine Lösung und kniete sich vor das Spielzeugklavier, um John Cages weltberühmtes „4’33“ zu spielen. Ein Stück, das seinerzeit ein Skandal war, denn es besteht aus vier Minuten und 33 Sekunden Stille.

Ein Skandal war es dieses Mal nicht. Ganz im Gegenteil ein großartiger Abschluss eines außergewöhnlichen Konzerts, das alle Besucher restlos begeisterte.

Von Robert Stockamp

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