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Für drei Jahre auf der Walz: Gesellen verließen Wolfsburg

Wolfsburg Für drei Jahre auf der Walz: Gesellen verließen Wolfsburg

Zwei Handwerksgesellen verließen jetzt Wolfsburg, sie gehen „auf die Walz“ - sind also drei Jahre und einen Tag lang auf Wanderschaft. Zu Beginn dieser Reise kletterten der Gartenlandschaftsbauer Konstantin Riedel und Steinsetzer Torben Gutknecht, die beide ihre Gesellenprüfung bestanden haben, gemeinsam über das Mörser Ortsschild.

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Tschüss Wolfsburg: Konstantin Riedel und Torben Gutknecht gehen drei Jahre lang auf die Walz.

Zuvor hatte Velten Huhnholz, Wortführer der „Gesellschaft der rechtschaffen fremden Maurer- und Steinhauergesellen“ die beiden in die streng geheimen Zunftrituale eingeweiht, an die sie sich „tunlichst zu halten haben“, so Huhnholz. „Sonst gibt‘s Ärger“, fügte er hinzu. Kein Geheimnis ist, dass sie während Ihrer Wanderschaft nicht näher als 50 Kilometer an Ihren Heimatort kommen dürfen.

Außerdem haben sie Ihre Kluft, die Handwerkertracht, während ihrer Wanderschaft stets zu tragen. Den Hut dürfen sie nur beim Essen und in der Kirche absetzen.

Die Walz ist eine der letzten noch lebendigen und in vollem Umfang praktizierten Traditionen der Handwerker, die nicht mehr nur auf Dorffesten oder zu besonderen Anlässen gefeiert wird. „Diese Tradition wird gelebt“, sagt Huhnholz. Entstanden ist sie bereits im Mittelalter.

Als die beiden Gesellen dann schließlich das Ortsschild von Wolfsburgs Ortsteil Mörse überklettert hatten, wurden die Taschentücher von den Muttis und Großeltern gezückt. Das sahen die beiden Junggesellen aber nicht mehr, denn nach alter Tradition drehen sich die Handwerksgesellen nicht um und gehen dem Abenteuer in der Welt entgegen.

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