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Stadt Wolfsburg Friedrich von Thun liest Ernest Hemingway
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Friedrich von Thun liest Ernest Hemingway
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23:01 22.04.2018
Zwei alte Männer und das Meer: Friedrich von Thun las den Klassiker von Ernest Hemingway im Scharoun Theater. Quelle: Foto: Britta Schulze
Klieversberg,

Friedrich von Thun nahm Besucher des Scharoun-Theaters am Freitagabend mit zum Fischfang im Golf von Mexiko. Seine Lesung von Ernest Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ wurde begleitet durch Max Neissendorfer, der am Flügel dazu improvisierte. Zusammen halfen sie, das eine oder andere Schüler-Trauma zu bewältigen.

In der Novelle fährt der arme Fischer Santiago nach 84 Tagen ohne Fang aufs Meer und erwischt einen riesigen Fisch. Doch dieser zieht das Boot tagelang hinter sich her, bevor der Alte ihn erlegen und festbinden kann. Auf dem Rückweg fressen Haie den Kadaver. Völlig erschöpft kehrt Santiago heim.

Der alte Mann auf der Bühne war von ganz anderer Art als der im Boot: Mit Anzug, Krawatte und filigraner Brille saß der Schauspieler dort. Doch wer die Augen schloss, sah den ausgemergelten und sonnenverbrannten Fischer vor sich. Von Thuns ruhige Stimme ließ den Kubaner mit dem Fisch und sich selbst ringen. Auf seine einfache Art ist Santiago ein Philosoph und hat Ehrfurcht vor der Natur. Über die Fische sagt er: „Gottlob sind sie nicht so klug wie wir, die wir sie töten. Auch wenn sie edler und fähiger sind.“ Die melancholischen Klavierklänge ließen solche Stellen noch besser wirken. „Die Musik setzt Pausen, in denen man die Bilder kommen lassen kann“, fand Besucherin Cilly Dörr.

Hemingways Novelle gehört zu seinen bekanntesten Schriften, brachte ihm Pulitzer- und den Literaturnobelpreis ein und landete als Pflichtlektüre auf manchem Schülerpult. So raunte eine Besucherin in der Pause: „Und in der Schule hast du dich da durchgequält!“ Auch Henning Großjohann ließ sich mitreißen: „Wenn man etwas so meisterhaft vorgelesen bekommt, ist es, als hätte man das Buch noch nie gelesen.“

Von Frederike Müller

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