Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Fridays for future in Wolfsburg mit rund 1000 Teilnehmern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fridays for future in Wolfsburg mit rund 1000 Teilnehmern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:45 15.03.2019
Demonstration für Klimaschutz: Rund 1000 Schüler zogen gestern unter dem Motto „Fridays for future“ vom Wolfsburger Hauptbahnhof zum Rathausplatz. Quelle: Foto: Boris Baschin
Innenstadt

Die Schwedin Greta Thunberg ist ihr Vorbild und die Aufmerksamkeit, die sie weltweit auf sich zieht, ihre Hoffnung: Auch in Wolfsburg beteiligten sich Schüler und Schülerinnen unter dem Motto „Fridays For Future“ an einer Demonstration für den Klimaschutz. Bei Kundgebungen am Bahnhof, vor der Berufsschule in der Kleiststraße und auf dem Rathausplatz machten sie deutlich, worum es ihnen geht: Regierungen zum Handeln auffordern.

„Wir sind keine Schulschwänzer, das ist Demokratie. Ich bin empört, dass Sie das nicht verstehen, Herr Scheuer“, wandte sich Erik Hädrich, einer der Redner, an den fernen Verkehrsminister, der die bundesweiten Schulstreiks in den Medien kritisiert hatte. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ skandierte die schnell wachsende Menge von zum Schluss rund 1000 Teilnehmenden auf ihrem Marsch in Richtung Rathaus. „Da bekommt man eine richtige Gänsehaut“, sagte eine Rentnerin – das aber durchaus positiv. Blöde Sprüche bekamen die Aktivisten dagegen von Altersgenossen auf der Kleiststraße zu hören. Redner Alexander Sturm konterte: „Wer gegen Klimaschutz ist, darf gern auf dem Mond probewohnen.“

Immer wieder wiesen Redner darauf hin, dass weder Erwachsene im Allgemeinen noch Politiker im Besonderen ihre Feinde seien. „Sie setzen nur die falschen Prioritäten“, sagte zum Beispiel Hädrich. Und Rednerin Lena Götzinger mahnte später vor dem Rathaus alle Mitstreitenden: „Ich fordere euch auf, euer eigenes Handeln genauso kritisch zu hinterfragen wie das der Politiker.“ Weniger Fleischkonsum, weniger Flugreisen, weniger Plastikmüll und einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle-Förderung wünschen sich die Schüler und Schülerinnen.

Bunt, kreativ, friedlich

Bunt, kreativ und friedlich war ihr Protest – mit Kreide-Parolen auf dem Bahnhofsvorplatz und auf Pappschildern sowie Gesang zur Gitarrenbegleitung. Den „Earth Song“ intonierte Alba Haxhiu und bim K.I.Z-Hip-Hop-Klassiker „Hurra die Welt geht unter“ grölten alle mit. Jungs der Neuen Schule hatten einen der ihren sogar in ein T-Rex-Kostüm gesteckt, passend zur Parole „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit“.

„Wir machen weiter“

Parteipolitik verbaten sich Organisatorin Janine Tönnies und ihr Ordner-Team übrigens. Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs und weitere Vertreter von Rat und Verwaltung blieben vor dem Rathaus nur Zuschauer. „Das hier ist ihr Protest, den finde ich toll, aber wir sollten uns diese Bewegung nicht zu eigen machen“, sagte Mohrs am Rande. Er habe sich mit einigen aber für ein späteres Gespräch verabredet, bemerkte er. Und vielleicht gibt es schneller ein Wiedersehen als gedacht. „Wir machen weiter, bis sich etwas ändert“, sagt Janine Tönnies. Vermutlich wieder an einem Freitag. Für die nächste Aktion gibt es allerdings noch keinen genauen Termin.

Von Andrea Müller-Kudelka

In Hildesheim traten kürzlich verstärkt Fälle von Masern auf, in Wolfsburg gab es bislang noch keine Fälle, sagt das Gesundheitsamt. Die meisten Kinder in Wolfsburg hätten ausreichend Impfschutz.

15.03.2019

Die Initiative der WAZ und der Volksbank BraWo sucht Vereine, Verbände oder Privatpersonen, die mit Hilfe ihrer Projekte ehrenamtlich Not lindern und unbürokratisch helfen. Mitmachen lohnt sich: Es winken Geldpreise.

15.03.2019

Die Vorsfelder Innenstadt ist am Sonntag, 17. März, von 10 bis gegen 16 Uhr für den Verkehr weitgehend gesperrt. Auch Busse fahren anders. Grund ist der 21. Vorsfelder Stadtlauf, zu dem der MTV ab 11 Uhr rund 400 Starter erwartet.

15.03.2019