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Freundin erstochen: Handelte Angeklagter im Affekt?

Wolfsburg / Braunschweig Freundin erstochen: Handelte Angeklagter im Affekt?

Im Prozess um den Tod seiner Freundin hat der angeklagte Wolfsburger (20) sein Geständnis vor dem Landgericht am Donnerstag präzisiert. Seine Verteidigerin Gabriele Rieke schilderte in einer ausführlichen Erklärung, wie es zu der Bluttat kam - demzufolge handelte der 20-Jährige quasi im Affekt.

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Totschlagsprozess: Der Angeklagte hat sein Geständnis vor dem Landgericht präzisiert.

Der junge Wolfsburger muss sich verantworten, weil er am 30. Oktober 2014 seine gleichaltrige Lebensgefährtin in deren Wohnung in Helmstedt erstochen haben soll. Grund: Die Frau habe ihm offenbart, dass sie sich endgültig von ihm trennen wolle.

Dies allerdings entgegen der Anklage nicht bereits am Vorabend, sondern erst unmittelbar vor der Tat. Vorangegangen sei eine Zeit wochenlanger Ungewissheit, in der die 20-Jährige zwischen dem Angeklagten und ihrem früheren Freund, gleichzeitig Vater ihrer beiden Kinder, hin und her gewechselt sei. Möglicherweise hatte die Frau beiden Männern gegenüber nicht mit offenen Karten gespielt, wie ihr Ex-Freund als Zeuge überraschend aussagte: Beide Männer glaubten phasenweise offenbar, die 20-Jährige sei gerade wieder mit dem jeweils anderen Mann zusammen.

In ihrer Erklärung berichtete die Verteidigerin, ihr Mandant habe eine Kindheit ohne Zuneigung erlebt. Im späteren Opfer glaubte er die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Als er die gemeinsame Zukunft mit Umzug nach Köln am Tattag zerplatzen sah, sei eine Welt zusammengebrochen. Nach einem Streit sei es zu der Bluttat gekommen, an manche Einzelheiten könne er sich nicht erinnern.

Das Urteil soll nächste Woche verkündet werden.

fra

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Totschlag-Prozess: Ein 20-jähriger Wolfsburger (Mitte) muss sich verantworten, das Medieninteresse war groß.

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