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Stadt Wolfsburg Freiwilligendienst beim DRK im Mexiko
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Freiwilligendienst beim DRK im Mexiko
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06:00 27.09.2018
Eine spannende Zeit: Amelie Körtje machte Freiwilligendienst beim DRK in Mexiko. Quelle: Privat
Wolfsburg

Soll ich Medizin studieren, oder nicht? Diese Frage stellte sich Amelie Körtje nach dem Abitur im vergangenen Jahr. Um eine Antwort zu finden, ging die 20-Jährige für ein Jahr nach Mexiko und absolvierte dort einen Freiwilligendienst in einem Krankenhaus in Wolfsburgs Partnerstadt Puebla. Wieder zu Hause weiß sie jetzt: „Ich studiere Medizin“. Von ihren Erlebnissen berichtet sie am heutigen Donnerstag, 27. September, im 18.30 Uhr beim Internationalen Freundeskreis im Presseraum des Kunstmuseums.

Verantwortungsvolle Aufgaben in der Klinik

Es war ein spannendes Jahr in Mexiko. „Ich habe in der Klinik so viel gelernt und ich durfte dort Dinge machen, die in Deutschland nie möglich gewesen wären“, ist Amelie Körtje überzeugt. Ihre Aufgaben waren zunächst Puls und Blutdruck messen, danach verantwortungsvollere Aufgaben wie Blut abnehmen. Später nähte die junge Frau aus Ehmen sogar die Stirnwunde eines Patienten und assistierte bei Geburten.

Ihren ersten Kaiserschnitt hat sie in besonders guter Erinnerung: „Als ich die pure Liebe und Freude im Gesicht der Mutter sah, wusste ich, dass Medizin nicht nur Krankheit ist.“ Sogar zu einer Schießerei wurde sie mit dem Rettungsdienst gerufen. Ein gefährlicher Einsatz, bei dem es auch einen Toten gab, aber die Gefahr habe die junge Wolfsburgerin in der Situation ausgeblendet.

„Ich kann nur jedem empfehlen, solch ein Projekt zu machen“

Nach dem Jahr in Puebla habe sie ein ganz anderes Bild von Mexiko. Nicht Drogenkartelle, Gewalt und Korruption, wie in Medien oft gezeigt, verbinde sie damit. Sondern wunderschöne Natur, die von herrlichen Stränden bis Vulkanen und Dschungel reicht, eine ebenso reiche Kultur und eine große Gastfreundlichkeit.

All das ermöglichte ihr der Internationale Freundeskreis, denn er gab ihr ein Stipendium. Das reicht aber finanziell nicht, deshalb sucht Amelie Körtje noch weitere Unterstützer. Infos gibt’s per Email unter amelie-ma@hotmail.de. Amelie Körtje hat der Freiwilligendienst so gut gefallen, dass sie dafür einen Spenderkreis aufbauen möchte, um ihn noch öffentlicher zu machen: „Ich kann jedem nur empfehlen, nach der Schule solch ein Projekt im Ausland zu machen.“

Von Sylvia Telge

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