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Frauen verdienen schlecht

Wolfsburg Frauen verdienen schlecht

In Wolfsburg haben die Frauen die schlechteren und die schlechter bezahlten Jobs. Das ist das Ergebnis einer Studie des Pestel-Instituts in Gewerkschaftsauftrag. Der Frauenanteil an den Vollzeitjobs liegt in der VW-Stadt mit 23,6 Prozent bundesweit ganz weit unten.

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Studie: Frauen üben oft mies bezahlte Jobs aus.

„Gerade Frauen werden als billige Arbeitskräfte von Teilen der heimischen Wirtschaft regelrecht ausgenutzt“, schimpft Lothar Richter von Verdi. Er spricht von einer „Niedriglohn-Schicht“, die vom „fair bezahlten und damit anständigen Arbeitsmarkt“ mehr und mehr abgekoppelt werde. Auch Manfred Tessmann von der Gewerkschaft NGG übt heftige Kritik am Wolfsburger Arbeitsmarkt: „Arbeitsplätze, von denen man leben kann, werden systematisch zugunsten von Mini-Jobs abgebaut.“

Die Gewerkschafter untermauern ihre Kritik mit Zahlen, die in ihrem Auftrag vom hannoverschen Pestel-Institut ermittelt wurden. Demnach besetzen in Wolfsburg Frauen nur 23,6 Prozent aller Vollzeitstellen - niedersachsenweit sind es 34,3 Prozent, im Bundesschnitt sogar 36,7 Prozent. Anders sieht es bei den Teilzeit- und Minijobs aus: Sie werden in Wolfsburg zu 68,4 Prozent von Frauen besetzt, in Niedersachsen liegt der Anteil bei 73, im Bund bei 71,4 Prozent.

Doch die Gewerkschafter kritisieren nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Bundesregierung, sie sperre sich seit Jahren gegen einen gesetzlichen Mindestlohn. Unterm Strich stellt Tessmann eine „völlig verlotterte Moral im Umgang mit dem Wert von Arbeit“ fest.

fra

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