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Frauen überfallen: Fast drei Jahre Haft

Wolfsburg Frauen überfallen: Fast drei Jahre Haft

Zu zwei Jahren und acht Monaten wegen Raub und räuberischer Erpressung hat das Landgericht einen Wolfsburger (30) verurteilt. Der Mann hatte im August 2015 dreimal innerhalb von zwei Tagen Frauen überfallen - maskiert und mit Schreckschusspistole.

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Prozess wegen räuberischer Erpressung: Der Angeklagte (verdeckt) mit seinem Verteidiger Benjamin Munte gestern im Landgericht Braunschweig.

Quelle: Foto: Franke

Die Verhandlung begann mit einem umfassenden Geständnis des Angeklagten. Darin schilderte der 30-Jährige nicht nur die Taten ausführlich, sondern legte auch eine komplette Lebensbeichte ab als ältestes von acht Kindern, die Eltern aggressiv und „schwere Alkoholiker“. Sein eigenes Leben habe er „immer als schwer empfunden“, zumal er sich selbst als „hilfsbereit, sensibel und immer mit Respekt vor Menschen“ beschrieb.

Wie kommt man dann auf die Idee, maskiert Frauen zu überfallen und in Todesangst zu versetzen? Mehrfach setzte der 30-Jährige, der auch schon in der Psychiatrie war, auf Nachfrage des Gerichts zu Erklärungsversuchen an, jedes Mal scheiterte er. Mit stockender Stimme berichtete der Mann: „Ich weiß doch, dass man so was nicht macht. Aber ich habe es gemacht. Ich fand das so beschämend.“ Nach dem dritten Überfall offenbarte er sich seiner Freundin, stellte sich der Polizei - und wanderte in U-Haft.

Selbst wenn es der Täter womöglich nie leicht hatte, für seine Opfer waren die Überfälle wohl grausame Schock-Erlebnisse. Der Lebenspartner (46) des ersten Opfers, dem der Räuber am Schillerteich seine - ungeladene - Pistole vorhielt, schilderte, wie seine schwangere Freundin bis heute leidet: „Sie war erst krank geschrieben, danach musste ich sie jeden Tag zur Arbeit bringen. Bei Dunkelheit traut sie sich allein fast nicht mehr raus, und zum Schillerteich geht sie gar nicht mehr.“ Den Entschuldigungsbrief des Täters habe man „zur Kenntnis“ genommen: „Aber entschuldigen kann man so was nicht.“

fra

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