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Frau zu spät richtig behandelt?

Wolfsburg Frau zu spät richtig behandelt?

Harsche Kritik am Manchester Triage System - einem Verfahren zur Ersteinschätzung der Dringlichkeit bei der Notaufnahme des Wolfsburger Klinikums - äußert Roland Szczesniak aus Brackstedt. Es habe seiner Frau fast das Leben gekostet.

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Klinikum der Stadt Wolfsburg: Frau zu spät richtig behandelt?

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Nur der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Team der Wolfsburger Intensivstation sei es zu verdanken, dass er in diesem Jahr mit seiner Frau Gitta Weihnachten feiern konnte, meint Szczesniak. Sie konnte jetzt - nach zwei dramatischen Operationen, einer Bauchfellentzündung und langer Genesungsphase - das Klinikum nach fast zwei Monaten verlassen. Ende gut, alles gut? Szeczesniak sieht das nicht so. „Als ich meine Frau mit starken Bauchschmerzen und Übelkeit ins Klinikum gebracht hatte, wurde sie mit einem Tropf nur ruhig gestellt“, berichtet er. Erst eineinhalb Tage später, habe ein Arzt auf Station den Bauch seiner Frau abgetastet. Dann musste es plötzlich schnell gehen: Notoperation. Es habe sich um eine Thrombose im Darm gehandelt, berichtet die Familie.

Das Klinikum sieht sich an die ärztliche Schweigepflicht gebunden und kommentiert die konkrete Diagnose nicht, weist aber eine Schuld am dramatischen Verlauf von sich. „Es erfolgte eine korrekte Einstufung in das Manchester Triage System und der Arztkontakt erfolgte innerhalb der für die Kategorie vorgeschriebenen Zeit“, sagt Sprecherin Mareike Blaul. Untersuchungen seien gleich nach der Anamnese in Auftrag gegeben worden - und es habe auch enge Absprachen mit Fachabteilungen gegeben. Direkt in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) sei auch ein Facharzt vor Ort gewesen.

Roland Szczesniak aber ist überzeugt davon, dass schon viel früher viel mehr für seine Frau hätte getan werden können - und müssen. „Das Ampelverfahren funktioniert nicht“, sagt er.

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