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Stadt Wolfsburg Franzosen besuchen ehemaliges Laagberg-Lager
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Franzosen besuchen ehemaliges Laagberg-Lager
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06:00 02.11.2018
Stopp an der Stele: Angehörige von Zwangsarbeitern aus Frankreich besuchten Wolfsburg. Quelle: Boris Baschin
Laagberg

Es war ein bewegender Moment: 36 Angehörige von ehemaligen Zwangsarbeitern besuchten am Donnerstag die Stele auf dem Laagberg, die an das KZ-Lager am Schlesierweg erinnert. Es war ein kurzer Zwischenstopp, den die Gruppe aus Frankreich auf ihrer Gedenkfahrt nach Wöbbelin, Neuengamme und Lübeck einlegte.

Der Besuch war kurz, aber ein wichtiges Zeichen

Nach Wöbbelin mussten Häftlinge des Laagberg-Lagers, das eine Außenstelle des KZ Neuengamme war, im April des Jahres 1944 marschieren – für viele bedeutete das den Tod. Auch der Vater von Jean-Michel Gaussot gehörte zu den Häftlingen, Gaussot sorgte dafür, dass Wolfsburg diesmal ein Ziel auf der Gedenkfahrt war. Der Besuch dauerte nicht einmal eine Stunde, aber für Mechthild Hartung vom VVN BdA (Verfolgte des Naziregimes/Bund der Antifaschisten ) war er ein „wichtiges Zeichen“.

Gaussot hat seinen Vater nie kennengelernt, weil dieser schon vor seiner Geburt verhaftet wurde. Hass gegenüber Deutschland empfindet er deshalb aber nicht, erklärt der ehemalige Diplomat. Nur den Nazis könne er nicht verzeihen. Für ihn sei es schlimm zu sehen, wie der Rechtspopulismus sich in vielen Ländern breit macht: „Das ist besorgniserregend und beschämend“, so Gaussot.

Gedenk- und Bildungsstätte soll „so schnell wie möglich“ entstehen

Er selbst tritt für Aussöhnung, aber auch für Erinnerung ein. Deshalb sorgte er mit dem VVN BdA Wolfsburg dafür, dass die Fundamente des Laagberg-Lagers, die bei den Bauarbeiten für das neue Einkaufszentrum am Schlesierweg gefunden wurden, erhalten bleiben (WAZ berichtete) und das dazu noch eine Gedenkstätte entsteht. Die soll aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Fundortes hinter dem Lidl-Markt liegen – kein optimaler Standort, sagt Gaussot. „Aber es ist wichtiger, die Erinnerung an das Lager überhaupt zu bewahren.“

Aleksandar Nedelkovski vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation zeigte der Gruppe die Stelle, an der die Gedenk- und Bildungsstätte entstehen soll. Wann es losgeht, wollten die Franzosen wissen. „So schnell wie möglich. Das Konzept steht“, so Nedelkovski.

Von Sylvia Telge

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