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Forschungsprojekt: Hölzerner Mess-Dummy sitzt im Theater

Raumkomfort für Besucher wird gemessen Forschungsprojekt: Hölzerner Mess-Dummy sitzt im Theater

Huch, was ist denn das? Ein röhrenförmiger Dummy aus Holz sitzt neuerdings im Saal des Scharoun Theater. Damit wird der Raumkomfort für die Theatergäste gemessen.

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„Gotthold Ephraim“: So sieht der Mess-Dummy im Scharoun Theater aus.
 

Quelle: Stadt

Klieversberg.  Ein Forschungsprojekt läuft derzeit im Scharoun Theater: Im Zuschauerraum sitzt neuerdings ein hölzerner Dummy. Er speichert Daten, die Aufschluss geben über den Raumkomfort für die Theatergäste.

„Gotthold Ephraim“ wurde der Messkörper liebevoll von seinem Betreuungsteam getauft. Es handelt sich um ein Forschungsprojekt zu Theaterspielstätten, das die Technische Hochschule (TH) Köln durchführt und das vom Bundesministerium für Wirtschaft. In dem Forschungsvorhaben geht es zunächst darum, energetische Kennwerte und Daten zu erfassen und in einer Querschnittserhebung zwölf Theaterspielstätten bundesweit zu vergleichen. „Wir haben die Anfrage nach einer Kooperation für das Forschungsprojekt als große Chance begriffen“, so Dr. Christian Brinsa, Geschäftsbereichsleiter Hochbau. „Das für uns kostenfreie einjährige Monitoring kann zeigen, ob die errechneten Einsparpotenziale auch im Betrieb realisiert werden, und zudem weitere Möglichkeiten zur Verbesserung aufzeigen.“

 Neben zahlreichen Messfühlern, die den Strom-, Wärme- und Kälteverbrauch auf den unterschiedlichen Stufen der Energieversorgung zeigen, zählen dazu auch zwei Messkörper im menschlichen Maßstab. Sie erfassen Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftgeschwindigkeit sowie den CO2-Gehalt der Luft auf der Ebene der Nutzer, indem sie sitzend im Zuschauersaal platziert werden. „Konzentrationsschwächen und Müdigkeit sind oft auf einen zu hohen CO2-Gehalt der Luft zurück zu führen“, erklärt Projektleiterin Birgit Meier-Wiedemann.

 Im Laufe der Spielzeit ist außerdem eine Zuschauerbefragung geplant. „Es wäre schön, wenn sich viele Besucher hier Zeit nehmen und ganz kurz mit ihren eigenen Erfahrungen zur Optimierung beitragen“, unterstreicht Intendant Rainer Steinkamp.

Der Endbericht der Forschung soll Ende März 2019 fertig sein.

Von der Redaktion

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