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Stadt Wolfsburg Forderung: Auto-Verbot für den Kaufhof
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Forderung: Auto-Verbot für den Kaufhof
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00:01 05.09.2017
Kaufhof: In der Kneipenmeile soll bald komplettes Auto-Verbot herrschen. Quelle: Roland Hermstein
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Stadtmitte

Der Ortsrat Stadtmitte nimmt sich dem Thema an und wird in der nächsten Sitzung (12. September) einen interfraktionellen Antrag stellen: Die Stadt soll am Kaufhof-Rondell abnehmbare Poller installieren.

Die PUG im Ortsrat Stadtmitte hat den Antrag initiiert und bekommt Unterstützung von SPD, CDU und den Grünen. Die Begründung ist schlicht: Der Kaufhof ist eine Spielstraße, bei der eine temporäre Durchfahrt in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr gestattet ist. In der Zeit dazwischen ist der Kaufhof eine vollwertige Fußgängerzone, Autos sind dann dort verboten. Aber: „Dies wird von vielen Verkehrsteilnehmern mit Kraftfahrzeugen missachtet“, heißt in dem gemeinsamen Antrag.

Genau das können die Wirte bestätigen. Yassin Ouni (Wunderbar, Monkeys): „Lärm und Abgase belästigen unsere Gäste schon sehr. Manche Autofahrer stellen sogar unsere Tische und Stühle um, um durchzukommen.“ Meist suchten bequeme Autofahrer einen Parkplatz oder nehmen eine Abkürzung. „Die Straße würde ohne Autoverkehr nach 19 Uhr deutlich an Attraktivität gewinnen“, so Ouni.

So sieht es auch Ghandi Al Hassan (Alt Berlin, K-Four). Er sagt: „Es geht ja auch um Sicherheit.“ Wenn sich im Sommer im Kaufhof viele Menschen tummeln, könne ein schweres Gefährt problemlos hindurchfahren und Gäste verletzten oder gar töten. Aber auch Abgase seien aus seiner Sicht ein schlimmes Probleme. „Wir servieren auch Essen, das ist echt alles sehr unangenehm.“

In der traditionsreichen Kneipenmeile haben sich allerdings auch Lieferservice-Dienste angesiedelt, die mit ihren Fahrzeugen ein- und ausfahren. Und die Verkehrsschilder werden konsequent ignoriert. Ghandi al Hassan: „Die Lieferdienste können auch am Rondell parken und die 20 Meter ruhig zu Fuß gehen.“

Von Claudia Jeske

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