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Stadt Wolfsburg Flüchtlingshilfe feierte 30-jähriges Bestehen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Flüchtlingshilfe feierte 30-jähriges Bestehen
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17:00 18.03.2018
30 Jahre Flüchtlingshilfe: Oberbürgermeister Klaus Mohrs lobte die vielen ehrenamtlichen Helfer. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Mit einer kleinen Feier ließ die Flüchtlingshilfe Wolfsburg jetzt im Saal der Volkshochschule 30 Jahre ihres Einsatzes für Flüchtlinge Revue passieren. An die frühen Jahre der Hilfsorganisation erinnerte Vorsitzender Ulrich Raschkowski.

Neben 200 Gästen aus Politik, Verwaltung, IG Metall, Kirche, befreundeten Hilfsorganisationen und Bürgerschaft saßen Bewohner der hiesigen Unterkünfte im Publikum. 1986/87 war die Zeit, als Menschen aus Afrika, aus dem Libanon, aus kurdischen Siedlungsgebieten im Nahen Osten, aus Indien und später auch aus europäischen Ländern wie Rumänien oder Bosnien und dem Kosovo vor Krieg und Verfolgung flohen. Seit 2015 leben wie überall in Deutschland viele Geflüchtete aus dem Irak, aus Syrien, aus Afghanistan und aus verschiedenen afrikanischen Ländern in Wolfsburg.

Über die materiellen Sorgen und Nöte hinaus benötigten die Flüchtlinge Unterstützung gegen die Abschiebungspraxis und aufkeimende Ausländerfeindlichkeit. Akute bürokratische und rechtliche Probleme verhindern die Integration von Einzelpersonen und Familien in die Bildungsgesellschaft und die Arbeitswelt.

Ein großes Problem derzeit: die Entlastung der 35 Wolfsburger, die mit einer Zwei-Millionen-Euro-Forderung des Jobcenters konfrontiert werden können, weil sie für den Verbleib von Flüchtlingen mit Verpflichtungserklärungen finanziell bürgten. Raschkowski: „Der Flurschaden ist enorm.“ Oberbürgermeister Klaus Mohrs äußerte: „Ich hoffe, dass das Thema Verpflichtungserklärung im Sinne der Betroffenen geregelt werden kann“. Der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann aus dem Wahlkreis Gifhorn/Nord/ Wolfsburg pflichtete Mohrs bei und sagte, die Rechtslage müsse soweit geklärt werden, dass „die Bürgen nicht unbillig in die Pflicht genommen werden“.

Kai Weber vom Flüchtlingsrat Niedersachsen sieht es als Manko an, dass die bisherige Diskussion um Flüchtlingsprobleme „nicht mit, sondern über die Flüchtlinge geführt wurde“. Musik zwischendurch und Erfreuliches zum Schluss der Veranstaltung: Für ihre langjährige Treue zeichnete der Vorstand der Flüchtlingshilfe Mitarbeiter der ersten Stunde aus. Geehrt wurden: Marie-Luise Bittner, Betty Rannenberg, Konni Schmidt-Ott, Margret Mörlin, Ingrid Seeleke, Theo Weise, Rolf Winter und Ziad El Salhat.

Von Kurt Boos

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